Digitale Kulturvermittlung

Digitale Kulturvermittlung | StMWK Bayern | Keyvisual
Kunstminister Markus Blume | © StMWK Steffen Böttcher
Kunstminister Markus Blume | © StMWK Steffen Böttcher

Kunstminister Blume: „Kunst zu jeder Zeit, barrierefrei und für alle – das ermöglicht der Schulterschluss von Kunst und Digitalisierung! Es gilt: digital und analog, nicht oder! Wir vereinen das Beste aus beiden Welten. Bayern setzt den digitalen Innovationsschub der vergangenen Jahre in der Kunst- und Kulturszene fort: Wir unterstützen unsere Museen, Bibliotheken, Archive, Theater sowie Kunst- und Kulturschaffenden auf ihrem Weg in die digitale Transformation. Denn Kunst und Digitalisierung sind zwei starke Partner!“

Aktuelles

Do. 22.10.2026, 09:30–13:30 Uhr | Digitales Barcamp "All in? – Digitale Transformation zwischen Teilhabe und Infrastruktur"

#BCkulturdigital

Ein Barcamp lebt von den Beiträgen der Teilnehmenden. Daher freuen wir uns auf Euch und Eure Session-Beiträge!

"ALL IN" – Es geht ums Ganze und Alles. Digitale Transformation umfasst alle Bereiche kultureller Einrichtungen: von Zugängen und Teilhabe über Kommunikation, Kompetenzen und Arbeitsprozesse bis hin zu Organisationskultur, Strategie und technischer Infrastruktur. Sie ist weder Add-on noch Nice-to-have, weder Einzelprojekt noch einzelne Social-Media-Maßnahme. Vielmehr durchdringt sie alle institutionellen Ebenen und verbindet die vielfältigen Bereiche zwischen Mensch, Organisation und Technik. Deshalb muss sie als integraler Bestandteil einer digital-analogen Gesamtstrategie strategisch, strukturell, technisch, sozial und kulturell zusammengedacht werden.

"ALL IN" heißt: alle Formate, alle Zielgruppen, alle Mitarbeitenden mitnehmen – und dabei auch Risiken, Experimente und Wandel in Kauf nehmen.

Im Rahmen des digitalen Barcamps wollen wir mit Euch möglichst viele Facetten konkreter Strategien, Anwendungsbeispiele und best-practices vorstellen und diskutieren. Von Fragen zum Einsatz von KI über digitale Plattformen & Projekte, Strategien & Strukturen bis zu Digitalen Kompetenzen & Inklusion sollen alle Session-Themen möglich sein.

Das Kompetenzcluster Digitalisierung im Kulturbereich – Fokus Museum hat seine Arbeit aufgenommen!

Die vier Digitalkuratorinnen und Digitalkuratoren im Kompetenzcluster Digitalisierung im Kulturbereich (vlnr): Nina Maria Reichel, Marcel Klein, Nina Schuster und Matthias Göggerle | Foto © StMWK
Die vier Digitalkuratorinnen und Digitalkuratoren im Kompetenzcluster Digitalisierung im Kulturbereich (vlnr): Nina Maria Reichel, Marcel Klein, Nina Schuster und Matthias Göggerle | Foto © StMWK

Wir freuen uns Ihnen das Kompetenzcluster Digitalisierung im Kulturbereich - Fokus Museum, angesiedelt an der neugegründeten Staatlichen Museumsagentur Bayern, vorstellen zu können. 

Die vier Digitalkuratorinnen und Digitalkuratoren Nina Maria Reichel, Matthias Göggerle, Marcel Klein und Nina Schuster wirken unter der Leitung der Koordinierungsstelle für Digitalisierung in Kunst & Kultur des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst im Kompetenzcluster für Digitalisierung im Kulturbereich konkret am Change-Prozess und der Digitalisierungsoffensive der staatlichen Museen mit und gestalten dadurch in engem Austausch mit den verschiedenen Häusern aktiv die digitale Transformation der bayerischen Museumslandschaft.

Weitere Informationen zu den thematischen Schwerpunkten sowie zu den aktuell laufenden Projekten finden Sie unter Kompetenzcluster Digitalisierung im Kulturbereich.

Kontakt zum Kompetenzcluster: kultur.digital@stmwk.bayern.de

Reihe "Digitale Kulturvermittlung"

Kommende Veranstaltungen der Web-Seminarreihe

Mi. 28.10.2026, 10:00–11:30 Uhr | Web-Seminar "Projektmanagement & Prozessmanagement im Digitalen"

mit: Swantje Dogunke und Thomas Bäurle

Im Rahmen der Web-Seminarreihe "Digitale Kulturvermittlung" widmen wir uns einem Thema, das nicht nur im Digitalen eine große Rolle spielt: dem Projekt- und Prozessmanagement.

 

Swantje Dogunke (ThULB Jena)
Was kommt nach dem Projekt?
Projekte sollen etwas verändern: Sie entwickeln neue digitale Angebote, ermöglichen neue Erkenntnisse über die eigenen Bestände oder erproben andere Formen des Arbeitens. Gerade in Kulturinstitutionen endet die Verantwortung aber nicht mit dem Projektabschluss. Entscheidend ist, was von den Ergebnissen bleibt, wer sie weiterführt und welche Ressourcen dafür langfristig gebraucht werden. Der Beitrag fragt danach, was gutes Projektmanagement leisten kann: vorausschauend planen, Erwartungen und Leistungen klären, Entwicklungen steuern, Risiken begrenzen und dabei die Offenheit für das Unvorhergesehene bewahren. Vor diesem Hintergrund stellt sich auch die Frage, wie sich Projekte zu dauerhaften Infrastrukturen und Prozessen verhalten.

Thomas Bäurle (Staatstheater Stuttgart, Qualitätsmanagementbeauftragter)
Prozessmanagement in Kultureinrichtungen am Beispiel der Württembergischen Staatstheater Stuttgart – Wo Kunstfreiheit auf Standards trifft!
Theaterarbeit bedeutet Freiraum schaffen für künstlerische, theatrale Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe und für die Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen und politischen Fragen. Gleichzeitig sind vorgegebene Budgets und Auslastungszahlen im Blick zu behalten. Prozess- und Qualitätsmanagement in diesem Umfeld sind daher eine spannende Gratwanderung, bei der Widersprüche und Widerstände zu überwinden sind und kontinuierliche Veränderung unerlässlich ist.
 
Der Vortrag gewährt Einblicke in die Herausforderungen beim Prozessmanagement an einem der weltweit größten Theaterbetriebe.

Do. 26.11.2026, 09:30–13:30 Uhr | Web-Seminar extended "Digitale Kommunikationsstrategien"

mit: Daniela Vey, NN

Weniger Aufwand, mehr Wirkung: Das Web-Seminar „Digitale Kommunikationsstrategien“ zeigt methodisch und praxisnah zentrale Hebel für eine gezielte digitale Kommunikation für Kulturinstitutionen: Ressourcenschonende Planung, Priorisierung von Kanälen, Kooperationen und Content-Recycling. Lernen Sie konkrete Ansätze kennen, um Inhalte gezielt auszuspielen, mehrfach zu nutzen und die gewünschten Zielgruppen zu erreichen.

 

IMPULSE

In einem ersten Impuls werden digitale Kommunikationsstrategien für Kulturinstitutionen vorgestellt.

Daniela Vey
Wer macht was bis wann? Workflows für kleine Social-Media-Teams
Gute Social-Media-Kommunikation braucht Ideen – und Abläufe, die sie möglich machen. Der Impulsvortrag zeigt, wie Kulturinstitutionen mit klaren Rollen, einfachen Abstimmungswegen und alltagstauglichen Workflows Zeit gewinnen. Im Mittelpunkt stehen die Zusammenarbeit im Team, die Redaktionsplanung und typische Zeitfresser zwischen Idee, Freigabe und Veröffentlichung. Praxisnahe Beispiele geben Anregungen, wie auch kleine Teams verlässlich kommunizieren und Raum für kreative Inhalte schaffen. 

 

WORKSHOP

Daniela Vey
Mit Plan statt Dauerstress – digitale Kommunikation für Kulturinstitutionen
Wie lässt sich digitale Kommunikation so planen, dass sie Menschen erreicht und mit den vorhandenen Ressourcen machbar bleibt? In diesem Praxisworkshop schärfen die Teilnehmenden ihre Kommunikationsziele und setzen Prioritäten bei Zielgruppen, Kanälen und Inhalten. Sie erproben Methoden für eine ressourcenschonende Redaktionsplanung, entwickeln Ideen für Kooperationen und entdecken, wie sich bestehende Inhalte sinnvoll mehrfach nutzen lassen. So entsteht ein klarer Fahrplan für eine digitale Kommunikation, die zur eigenen Institution und ihrem Team passt.

RÜCKBLICK: SPOTLIGHT³ #KulturDigitalVermittlung

Die diesjährige Abschlusspräsentation der dritten Förderrunde des Programms "kultur.digital.vermittlung" 2023-25 wurde zu einer hybriden Reise! Das Publikum erhielt Einblick in neue Digitalstrategien und testeten die entwickelten Spiele, AR-Anwendungen und Prototypen - alles komplett hybrid.

Besonderes Highlight waren Lukas Baueregger und Benjamin Seuffert vom Digitaltheater / Staatstheater Augsburg mit ihrem dreiteiligen Impuls. Sie sprechen über

  • "Aufbau einer Digitalsparte am Theater" (Frauenau)
  • "Hybride Formate in der Kultur" (München)
  • "Live-Performance und digitale Technologien" (Selb)

Austausch & Vernetzung: Vor Ort erwartete Sie jeweils außerdem das kultur.digital.lab – eine Plattform für Austausch, Vernetzung und Brainstorming zu jeweils brennenden Themen der digitalen Kulturvermittlung, aber auch eine Möglichkeit die jeweiligen Häuser zu erkunden. Alle drei Institutionen haben für das kultur.digital.lab eigene Schwerpunkte gesetzt.

Mehr Informationen unter

HERBST 2024

Fortsetzung des Programms kultur.digital.strategie: Das Anschlussprogramm zu kultur.digital.vermittlung geht in die zweite Runde!

Das StMWK hatte das Programm "kultur.digital.vermittlung" aufgesetzt, um die staatlichen Kulturinstitutionen bei der Umsetzung innovativer digitaler Projekte im Rahmen einer ganzheitlichen digitalen Strategie gezielt zu unterstützen.

Mit dem Anschlussprogramm "kultur.digital.strategie" unterstützt und begleitet das StMWK die staatlichen Kulturinstitutionen weiter auf ihrem Weg in die Digitale Transformation. Die Institutionen haben in den vergangenen zwei Jahren im Rahmen von "kultur.digital.vermittlung" verschiedene Experimente im digitalen Raum gemacht, wertvolle Erfahrungen gesammelt und eine digitale Strategie für ihr Haus entwickelt.

Vor dem Hintergrund der erzielten Erfahrungswerte gilt es zum einen, Experimente weiterzuentwickeln und zu professionalisieren, vor allem aber, die entwickelten Digitalstrategien nachhaltig in den Häusern zu implementieren, um zeitnah digitale und analoge Angebote zukunftsweisend und nutzerorientiert zusammenzuführen.

Wir freuen uns, dass alle sechs im Programm "kultur.digital.vermittlung" 2022-24 geförderten Institutionen auch im Anschlussprogramm "kultur.digital.strategie" 2024-27 weiter unterstützt werden können:

Archäologische Staatssammlung

Mit ihrer Vision einer ‚Archäologie der Zukunft‘ macht die Archäologische Staatssammlung den Schritt in die virtuelle Welt des ‚Museums der Zukunft‘. Im ‚ASMetaverse‘ öffnen sich digital erlebbare Räume für Ausstellungen und Präsentationen, die Standards für eine innovative Museumskultur setzen. Der digitale Medienguide, der die Besucher durch die analoge Ausstellung begleitet, wird durch den Einsatz von KI und eine optische Objekterkennung optimiert – ein digital-analoges Museumserlebnis!

Bayerisches Armeemuseum

Das Bayerische Armeemuseum stellt die Profilierung der einzelnen Häuser - Bayerisches Armeemuseum im Neuen Schloss - Museum des Ersten Weltkriegs - Bayerisches Polizeimuseum in den Mittelpunkt. Der analogen Präsentation tritt eine umfangreiche digitale Präsenz an die Seite. Die Präsentation der Sammlungen und Themen wird erweitert durch Einblicke insbesondere in die Provenienzen und in die Museumsarbeit. Es erfolgt zudem eine vielfältige Vernetzung mit anderen Sammlungen.

Deutsches Theatermuseum

Das Theater war historisch gesehen vielfach Motor technischer Innovationen. Und heute? Ist es eine der letzten Bastionen der ent-technisierten physischen Begegnung? Oder ist es ein Experimentierfeld digital-performativer Praktiken? Das DTM richtet den Fokus in einer Sonderausstellung auf Momente technischer Erneuerungen und die Zukunft des Theaters. Dabei findet auch eine Auseinandersetzung mit neue Quellen (Digital Born Objects) der Theatergeschichte u ihre Erschließung und Sammlung statt.

Museum für Franken

Das Museum möchte digitale Besuchende als vollwertige Gäste integrieren und interaktive Erlebnisse vor Ort und digital schaffen. Bis 2025 sollen digitale Tools das Verhalten der Besuchenden analysieren, um ab Ende 2025 verstärkt digital zu interagieren, etwa durch eine Medienstation in der archäologischen Abteilung. Chatbots und eine Online-Sammlung sollen barrierefrei zugänglich sein. Der Ausbau der Social Media-Präsenz soll das ab 2025 unterstützen.

Neues Museum Nürnberg

Im Rahmen der digitalen Strategie des Neuen Museums wird die Plattform „NMN digital“ entwickelt und damit verbunden eine AR-Anwendung zur Erkundung der Architektur des Hauses. Damit wird eine digitale Schnittstelle zwischen dem analogen Museumsbesuch und digitalen Inhalten und Vermittlungsformaten geschaffen. Ziel ist es, eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Haus zu ermöglichen und Inhalte niederschwellig und eindrucksvoll zu vermitteln.

Sammlung Goetz

Ab 2025 möchte die Sammlung Goetz ihre wichtigsten digitalen Kunstvermittlungsplattformen ausbauen und durch innovative Formate erweitern. Ortsspezifische Funktionen, AR-Formate und neue Kinder-Touren sind bei der Web App geplant. Die Sammlung Online soll eine größere Werkauswahl bieten. Eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit mit neuem Branding, gezielter Kommunikationsstrategie und Marketing-Kooperationen helfen dabei, die Marke SLG strategisch zu positionieren und neue Zielgruppen zu erreichen.

Infopost | kultur.digital

Wir haben einen Newsletter, die „Infopost kultur.digital“, mit dem wir alle Interessierten anlassbezogen mit relevanten Informationen rund um das Thema „Digitalisierung in Kunst und Kultur“, insbesondere die „Digitale Kulturvermittlung“ versorgen möchten.

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