Quantencomputing Leibniz-Rechenzentrum wird europäischer Top-Standort für Quantencomputer

Eine Aufnahme aus dem Leibniz-Rechenzentrum in Garching bei München (© Axel König/StMWK)
Eine Aufnahme aus dem Leibniz-Rechenzentrum in Garching bei München (© Axel König/StMWK)

„Bayern spielt in Champions League des Quantencomputing groß auf“: Das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW) wird ein europäischer Quantencomputer-Standort der Spitzenklasse. Nach einem Beschluss des europäischen Supercomputing-Gemeinschaftsprojekts European High Performance Computing Joint Undertaking (EuroHPC JU) von Anfang Oktober sollen im LRZ in Garching Quantenprozessoren in einen klassischen Höchstleistungsrechner integriert werden.

Wissenschaftsminister Markus Blume (© Steffen Böttcher)
Wissenschaftsminister Markus Blume (© Steffen Böttcher)

Wissenschaftsminister Markus Blume: „Bayern spielt in der Champions League des Quantencomputing groß auf! Mit Quantencomputing können wir bisher unlösbare Fragen beantworten. Viele Disziplinen wie Materialwissenschaft, Chemie und Biologie oder die Forschung zu Cyber-Sicherheit werden davon profitieren. Der Nobelpreis für Forschung zu den Grundlagen der Quantenphysik hat gerade erst wieder die enorme gesellschaftliche Bedeutung der Quantenwissenschaften deutlich gemacht. Mit der Initiative Munich Quantum Valley im Rahmen unserer Hightech Agenda Bayern haben wir den Freistaat als eines der weltweit leistungsfähigsten Ökosysteme auf diesem Zukunftsfeld etabliert: Zukunft wird in Bayern gemacht!“

Projektziel: Quantencomputing auf der Anwender-Ebene nutzbar machen

Als eines der drei nationalen Höchstleistungsrechenzentren des Gauss Centre for Supercomputing (GCS) hatte sich das LRZ bei der europäischen Ausschreibung beworben und die Geldgeber überzeugt. Die Idee des Projekts „European Quantum Computing for Exascale-HPC“, kurz Euro-Q-Exa: Quantenprozessoren ins Supercomputing zu integrieren und auf diese Weise die neue Computer-Technologie besser steuerbar sowie für Anwenderinnen und Anwender nutzbar zu machen.

Mit Europas Quantencomputer wird in Bayern ein breites Spektrum von Anwendungsszenarien für unterschiedlichste Forschungsdisziplinen sowie für Wirtschaft und Gesellschaft erforscht werden. Finanziert wird das Vorhaben durch Mittel der EuroHPC JU, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Hightech Agenda des Freistaats Bayern.

Europaweit einzigartiges Netzwerk für Quantentechnologien in Bayern

Der Freistaat investiert über die Hightech Agenda insgesamt über 300 Millionen Euro in die Quantenwissenschaften und -technologien. Herzstück ist die Initiative Munich Quantum Valley, ein Zusammenschluss von Ludwig-Maximilians-Universität München, Technischer Universität München, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Bayerischer Akademie der Wissenschaften, Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Fraunhofer-Gesellschaft und Max-Planck-Gesellschaft.

Das Munich Quantum Valley verfolgt das primäre Ziel, ein Zentrum für Quantencomputing und Quantentechnologien einzurichten, das Industrie und Wissenschaft zusammenführen soll. Daneben arbeitet das LRZ als eines der weltweit leistungsfähigsten wissenschaftlichen Rechenzentren an der Integration von klassischem Supercomputing, Quantencomputing und Künstlicher Intelligenz.

Weitere Informationen

Teilen in sozialen Medien

Datenschutzhinweis
Wenn Sie unsere Meldung teilen, werden Informationen über Ihre Nutzung des Social-Media-Kanals an den Betreiber übertragen und unter Umständen gespeichert.
Informationen zum Datenschutz

Vorlese-Funktion