Literaturpreise des Freistaats Bayern

Kunstminister Bernd Sibler überreicht den Preis für einen bayerischen Kleinverlag an (v.l.) Gerhard Schmidt-Schönenberg, Manfred Wilhelm und Wilhelm Koch
Kunstminister Bernd Sibler überreicht den Preis für einen bayerischen Kleinverlag an (v.l.) Gerhard Schmidt-Schönenberg, Manfred Wilhelm und Wilhelm Koch

Preis für "Bayerns Buchhandlung des Jahres"

Bayern genießt eine vielfältige Buchhandelslandschaft, in der Buchhandlungen auch in kleineren Orten das kulturelle Leben der Kommunen wesentlich mitbestimmen, die Öffentliche Hand in der Kulturvermittlung unterstützen und Lebensqualität in der Region schaffen. Um herausragende Leistungen der Buchhandlungen für die Kulturvermittlung zu unterstützen, vergibt der Freistaat Bayern künftig im zweijährigen Turnus den mit 7.500 € dotierten Preis „Bayerns Buchhandlung des Jahres“ für das kulturelle Engagement einer Buchhandlung. Mit dem neuen Preis "Bayerns Buchhandlung des Jahres" wird ein wesentlicher Teil in der Kette von den Urhebern zu den Leserinnen und Lesern ergänzt: der stationäre Buchhandel. Das nächste Mal wird der Preis aller Voraussicht nach 2019 verliehen.

Bewerben können sich Inhaberinnen und Inhaber von Buchhandlungen, die mit Veranstaltungen und Aktionen in ihrer Region ihr herausragendes kulturelles Engagement unter Beweis gestellt haben. Eine Jury, die das Verlags- und Buchhandelswesen, die Medien und das kulturelle Leben vertritt, wird sich auf der Basis der eingegangenen Dokumentation einen Gesamteindruck machen und eine Buchhandlung für den Preis vorschlagen.

Über die Vergabe des Preises entscheidet der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst auf Vorschlag einer Jury. Ein Rechtsanspruch auf einen Preis besteht nicht.

Ausgezeichnete Buchhandlungen:

  • 2015 Buchhandlung Buchfink in Parsberg
  • 2016 Buchhandlung Schmid, Schwabmünchen
  • 2017 Buchhandlung Pelzner, Nürnberg-Eibach

 

Kontakt

Frau RDin Dr. Elisabeth Donoughue
089 2186 2465
elisabeth.donoughue@stmwk.bayern.de

Preis für einen bayerischen Kleinverlag

Die Bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst vergibt nach Maßgabe der im Haushalt bereitgestellten Mittel einen Preis für einen bayerischen unabhängigen Verlag (dotiert mit 7.500 Euro).  

Der Preis würdigt die Leistungen bayerischer Verlegerinnen und Verleger, die auf dem Buchmarkt mit qualitätvollen Programmen und eigenen gestalterischen Profilen ihrer kleinen und unabhängigen Verlage die Verlagslandschaft wesentlich bereichern. 

Preisträger:

  • 2009 Mixtvision
  • 2010 lichtung verlag
  • 2011 edition fünf
  • 2012 starfruit publications
  • 2013 Horncastle Verlag
  • 2014 Volk Verlag
  • 2015 Sieveking Verlag
  • 2016 LOhrbär-Verlag
  • 2017 MaroVerlag
  • 2018 BÜRO WILHELM. VERLAG

 

Bewerbungsbedingungen

Bewerben können sich Verlage mit einem Jahresumsatz bis ca. 1 Mio. Euro, die ihren Sitz in Bayern haben.  

Entscheidend sind die Konsistenz des Verlagsprogramms sowie die Qualität der in den letzten Jahren, insbesondere aber im laufenden Jahr publizierten Werke aus den Bereichen Belletristik und Sachbuch. Das Programm soll die Bereitschaft zum verlegerischen Risiko im Hinblick auf die Realisierung anspruchvoller Vorhaben auf dem Buchmarkt erkennen lassen. 

Bewerbungsverfahren

Interessierte Verlage können ihre formlose Bewerbung bis zum (Termin steht derzeit noch nicht fest) richten an:  

Bayerisches Staatsministerium
für Wissenschaft und Kunst
Ref. K 1
Salvatorstraße 2
80327 München
 

Die Bewerbungsunterlagen (bitte Bewerbungsbogen verwenden) müssen enthalten:
 

  • Darstellung des Verlagsprofils (6 x)
  • aktuelles Verlagsprogramm (6 x)
  • eine Erklärung, dass der Jahresumsatz des Verlages ca. 1 Million Euro nicht übersteigt (auf dem Bewerbungsbogen zu unterschreiben)
  • zwei Werkbeispiele (davon jeweils 2 Exemplare)

Über die Vergabe des Preises entscheidet die Bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst auf Vorschlag einer Jury. Ein Rechtsanspruch auf einen Preis besteht nicht.

Kontakt

RDin Dr. Elisabeth Donoughue: Tel. 089 2186 2465
elisabeth.donoughue@stmbw.bayern.de 

Träger des Preises für einen bayerischen unabhängigen Verlag

2009 mixtvision-Verlag, München

2010 lichtung verlag, Viechtach

2011 edition fünf, Gräfelfing

2012 starfruit publications, Nürnberg

2013 Horncastle Verlag, München

2014 Volk Verlag, München

2015 Sieveking Verlag, München

2016 LOhrBär-Verlag, Regensburg

2017 MaroVerlag, Augsburg

Jean-Paul-Preis und Karl-Vossler-Preis

Die Vergabe von Literaturpreisen ist eine bewährte Form öffentlicher Anerkennung und Auszeichnung eines Schriftstellers, verbunden mit einer Förderung und Werbung für sein Werk.  

Der Freistaat Bayern hat im Jahr 1983 den "Bayerischen Literaturpreis" geschaffen, der mit einer Preissumme von 15.000 Euro verbunden ist. Der Literaturpreis wird alle zwei Jahre als Jean-Paul-Preis zur Würdigung des literarischen Gesamtwerks eines deutschsprachigen Schriftstellers vergeben. Die Preise verleiht der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst auf der Grundlage von Vorschlägen einer Jury.  

Bis 2002 wurde darüber hinaus der Karl-Vossler-Preis in Anerkennung deutschsprachiger Darstellungen von literarischem Rang verliehen.

Träger des Jean-Paul-Preises

  • 1983 Hans Egon Holthusen
  • 1985 Friedrich Dürrenmatt
  • 1987 Botho Strauß
  • 1989 Horst Bienek
  • 1991 Hermann Lenz
  • 1993 Gertrud Fussenegger
  • 1995 Siegfried Lenz
  • 1997 Günter de Bruyn
  • 1999 Herbert Rosendorfer
  • 2001 Gerhard Polt
  • 2003 Thomas Hürlimann
  • 2005 Sarah Kirsch
  • 2007 Uwe Dick
  • 2009 Eckhard Henscheid
  • 2011 Brigitte Kronauer
  • 2013 Petra Morsbach 
  • 2015 Gerhard Roth
  • 2017 Alexander Kluge

Träger des Karl-Vossler-Preises

1984 Prof. Dr. Hubert Markl - Biologe
1986 Prof. Dr. Josef Isensee - Jurist
1988 Prof. Dr. Wolf Lepenies - Soziologe
1990 Prof. Dr. Friedrich Cramer - Biochemiker
1992 Prof. Dr. Harald Weinrich - Sprachwissenschaftler
1994 Prof. Dr. Hans-Martin Gauger - Romanist, Sprachwissenschaftler
1996 Prof. Dr. Arnold Esch - Historiker
1998 Prof. Dr. Peter Gülke - Musikwissenschaftler
2000 Prof. Dr. Dieter Borchmeyer - Germanist, Theaterwissenschaftler
2002 Prof. Dr. Otfried Höffe - Philosoph

Kunstförderpreis in der Sparte Literatur

Mit der jährlichen Verleihung von Förderpreisen an junge Schriftstellerinnen und Schriftsteller verbindet sich die Absicht einer gezielten Nachwuchsförderung. Die Förderpreise sollen junge, begabte Autorinnen und Autoren auf ihrem eingeschlagenen Weg bestärken und ein Anreiz zur weiteren schriftstellerischen Entfaltung sein. Seit 1965 haben fast 60 Nachwuchsautoren einen Förderpreis, der zurzeit mit einer Geldsumme von 6.000 Euro dotiert ist, erhalten.

Auswahl der Preisträger

Der Bayerische Staatsminister Wissenschaft und Kunst verleiht die Förderpreise an Autorinnen und Autoren, die ihre literarische Begabung in Veröffentlichungen bewiesen haben, nicht älter als vierzig Jahre sind und in Bayern wohnen, auf der Grundlage von Vorschlägen eines Gutachterausschusses.   

Vorschläge, die von dritter Seite im Ministerium eingehen, werden an die Jury weitergegeben.  

Die Vorschläge sollten mit drei Probeexemplaren (ob von einem Werk oder von verschiedenen Werken, ist freigestellt) und einem Lebenslauf samt Werkverzeichnis möglichst bis zum 1. April 2017 eingereicht werden. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich.  

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Referat K.1
Salvatorstraße 2
80333 München  

Kontakt
RDin Dr. Elisabeth Donoughue: 089 2186 2465
elisabeth.donoughue@stmwk.bayern.de

Träger des Kunstförderpreises in der Sparte Literatur

  • 1965 Johannes Rüber
  • 1966 Alexander Kluge
  • 1967 Horst Bienek
  • 1969 Herbert Schmidt-Kaspar
  • 1970 Herbert Rosendorfer
  • 1971 Manfred Bieler
  • 1972 Uwe Dick
  • 1973 Ulf Miehe
  • 1975 Hans-Dieter Schäfer
  • 1976 Rainer Malkowski
  • 1977 Mathias Schröder
  • 1980 Udo Steinke
  • 1981 Wolfgang Gabel, Godehard Schramm
  • 1982 Alfred Gulden, Jörg Krichbaum, Michael Krüger
  • 1983 Gerhard Köpf
  • 1984 Fitzgerald Kusz
  • 1985 Bettina Blumenberg, Margit Irgang
  • 1986 Hans Pleschinski
  • 1987 Gerhard Falkner, Lukas Hammerstein, Andreas Nohl
  • 1988 Matthias Politycki, Peter Schallmey
  • 1989 Georg Brun, Susanne Röckel
  • 1990 Kerstin Specht, Reinhold Ziegler
  • 1991 Ludwig Steinherr, Thomas Strittmatter
  • 1992 Robert Fischer, Michael von Killisch-Horn, Tanja Kinkel
  • 1993 Franz Dobler, Helmut Haberkamm
  • 1994 Klaas Huizing, Dagmar Leupold
  • 1995 Nevfel Cumart, Georg M. Oswald
  • 1996 Werner Fritsch, Andreas Neumeister
  • 1997 Friedrich Ani, Ulrike Draesner, Elke Link & Sabine Roth
  • 1998 Wolfgang Bauer, Norbert Niemann, Bernhard Setzwein
  • 1999 Rainer Eder, Michael Lentz, Elmar Tannert
  • 2000 Susanne Lange, Susanne Schedel, Maike Wetzel
  • 2001 Klaus Böldl, Fridolin Schley, Katrin Stehle
  • 2002 Lisbeth Exner, Thomas Lang, Christine Wunnicke
  • 2003 Heike Geißler, Holger Helbig, Lars Vollert
  • 2004 Ewald Arenz, Wieland Freund, Claudia Klischat
  • 2005 Lena Gorelik, Volker Klüpfel & Michael Kobr, Jens Petersen
  • 2006 Nuran David Calis, Nora Gomringer, Katja Huber
  • 2007 Maximilian Dorner, Kilian Fitzpatrick & Nikolai Vogel, Daniel Grohn, Thomas von Steinaecker
  • 2008 Karin Fellner, Stefanie Geiger, Luis Ruby
  • 2009  Beate Teresa Hanika, Anja Utler, Benedict Wells
  • 2010 Stephan Knösel, Tom Schulz, Benjamin Stein
  • 2011 Katharina Eyssen, Veronika Rothfuß, Max Scharnigg
  • 2012 Lydia Daher, Christian Lorenz Müller, Elias Wagner
  • 2013 Martin Beyer, Jonas Lüscher, Christian Schloyer
  • 2014 Kenah Cusanit, Joshua Groß, Susanne Krones, Manuel Niedermeier
  • 2015 Silke Kleemann, Lilian Loke, Tobias Roth, Barbara Yelin
  • 2016 Pierre Jarawan, Mercedes Lauenstein, Jan Schönherr
  • 2017 Paul-Henri Campbell, Mara-Daria Cojocaru, Kristina Pfister
  • 2018 Helwig Arenz, Anne Freytag, Dominik Wendland

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