Energie- und Klimaforschung

Speicherung von Wasserstoff - einer der Forschungsschwerpunkte des Energiecampus Nürnberg (Foto: encn/Kurt Fuchs)
Speicherung von Wasserstoff - einer der Forschungsschwerpunkte des Energiecampus Nürnberg (Foto: encn/Kurt Fuchs)

Energieforschung

Ein wichtiger Schwerpunkt der bayerischen Forschungs- und Technologiepolitik liegt aktuell auf dem Bereich Energie.  Rund um den Energie Campus Nürnberg sowie im Umfeld der Technischen Universität München liegen die beiden herausragenden Zentren der Energieforschung und -entwicklung in Bayern. Durch eine enge Kooperation mit allen außeruniversitären Forschungs- und Ressortforschungseinrichtungen, forschenden Unternehmen und Hochschulen aus ganz Bayern soll das Netz aller Fachkompetenzen im Energiebereich gestärkt und ausgebaut werden. Einen Überblick über die Kompetenzen bietet der Kompetenzatlas zur Energieforschung.

Das Wissenschaftsministerium förderte zwischen 2012 und 2016 sechs Forschungsvorhaben und drei Strukturmaßnahmen mit einem Gesamtfördervolumen von 147,43 Mio. Euro. Seit 2017 werden drei Forschungsvorhaben und eine Strukturmaßnahme in einer zweiten Förderphase sowie ein neues Forschungsvorhaben jährlich mit ca.  14 Mio. Euro gefördert.

Die Vielfalt der bayerischen Energieforschungslandschaft mit ausgewählten Vorhaben aller Ressorts stellt die Broschüre "Energieforschung und -technologie in Bayern" vor.

Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien

Eine weitere Maßnahme im Energiebereich, die auch von erheblicher forschungspolitischer Bedeutung ist, ist das im September 2013  gegründete Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (HI ERN)  in Zuständigkeit des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Es handelt sich dabei um eine institutionalisierte Langzeit-Kooperation von drei Partnereinrichtungen: der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, dem Forschungszentrum Jülich und dem Helmholtz-Zentrum Berlin. Das neue Institut beschäftigt sich insbesondere mit Solaren Materialien und mit dem Thema „Wasserstoff als Speichermedium“. Dabei setzt es sich selbst zum Ziel, sich in diesem Bereich zu einem international sichtbaren Center of Excellence zu entwickeln, indem es die spezifischen Kompetenzen der beteiligten Partnereinrichtungen bündelt. Die Grundlagen für das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien sind in einer Bund-Ländervereinbarung geregelt.

Klima- und Klimafolgenforschung

Wie das energiepolitische Zieldreieck "sicher, bezahlbar, umweltverträglich" deutlich macht, stehen die Themen Energie und Klima in engem Zusammenhang. So tragen insbesondere  Forschungsvorhaben, die sich mit Fragen der Energie- und Ressourceneffizienz befassen, auch zu einem stärkeren Klimaschutz bei. In diesem Bereich förderte das Wissenschaftsministerium über das Maßnahmenpaket zur Energieforschung hinausgehend bereits die Forschungsverbünde "Energieeffiziente Technologien und Anwendungen" (FORETA) und "Kraftwerke des 21. Jahrhunderts" (KW 21). Weitere Klimaforschungsverbünde waren "Auswirkungen des Klimas auf Ökosysteme und klimatische Anpassungsstrategien" (FORKAST) und "Pflanzen fit für die Zukunft" (FOR PLANTA). Mittlerweile hat sich der Fokus des wissenschaftlichen Interesses von den Ursachen des Klimawandels hin zum Umgang mit seinen Auswirkungen verschoben (Klimafolgenforschung). Die aktuellen Fördermaßnahmen berücksichtigen diese Entwicklung.

So wurde 2018 das Bayerische Klimaforschungsnetzwerk (bayklif) als Teil des Klimaschutzprogramms Bayern 2050  gegründet. Die Forschungsschwerpunkte dieses  Netzwerks sind verbesserte Erkenntnisse über die ökologischen und gesellschaftlichen Folgen des Klimawandels und die darauf aufbauende Entwicklung und Anwendung von Modellen zu dessen Minderung. Weiterhin werden regionale und überregionale Strategien der Politik für Klimaschutz und –anpassung erarbeitet.

Im Rahmen des Bayerischen Klimaforschungsnetzwerks werden im fünfjährigen Förderzeitraum von 2018 bis 2023 fünf interdisziplinäre Verbundprojekte sowie fünf Juniorforschergruppen gefördert. Nähere Einzelheiten über das Bayerische Klimaforschungsnetzwerk sowie die geförderten Projekte finden Sie auf der bayklif-Homepage.

Ausgewählte Maßnahmen der Forschung und Entwicklung für Klima und Umweltschutz stellt die ressortübergreifende Broschüre "Klimaschutz Bayern 2050" vor.

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