Pressemitteilung Nr. 64 vom 23.07.2026 Herausragendes Engagement in Wissenschaft, Kunst und Heimatpflege: Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume händigt Bundesverdienstkreuz am Bande an sechs Persönlichkeiten aus
Neue Ordensträger aus Oettingen, Bamberg, Dießen a. Ammersee, Wörth a. d. Donau, Wielenbach und Malans – Festakt im Staatstheater am Gärtnerplatz in München – Blume: „Höchste Anerkennung für höchstes Engagement“
MÜNCHEN. Im Rahmen eines feierlichen Festakts im Staatstheater am Gärtnerplatz hat Bayerns Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume im Auftrag des Bundespräsidenten sechs Persönlichkeiten das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgehändigt. Geehrt wurden Herbert Dettweiler, Prof. Dr. Bernd Goldmann, Prof. Gerold Huber, Friedrich Jörgl, Arthur Lehmann und Alfred Sulzer.
Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume betonte: „Höchste Anerkennung für höchstes Engagement: Unsere sechs Ausgezeichneten zeigen eindrucksvoll, was bürgerschaftliches Engagement bewirken kann: Sie bewahren Geschichte und Kultur, fördern Talente, schaffen Räume für Kunst und Musik und geben ihr Wissen selbstlos an andere weiter. Damit bereichern Sie unser Land. Herzlichen Glückwunsch zu dieser ganz besonderen Auszeichnung und herzlichen Dank für Ihre dieser außergewöhnlichen Lebenswerke!“
Herbert Dettweiler, Kreisheimatpfleger und Musiker aus Oettingen
Seit mehr als fünf Jahrzehnten engagiert sich Herbert Dettweiler für die Geschichte und Kultur des Landkreises Donau-Ries. Als Dorfchronist von Lehmingen, Kreisheimatpfleger sowie langjähriger Musiker und Dirigent prägt er das kulturelle Leben der Region. Mit zahlreichen Veröffentlichungen, Vorträgen und seinem Engagement in Vereinen macht er Heimatgeschichte und bayerische Traditionen für viele Menschen erlebbar.
„Herbert Dettweiler ist das lebendige Gedächtnis des Donau-Ries. Mit unermüdlichem Einsatz bewahrt er die Geschichte seiner Heimat und macht sie für kommende Generationen lebendig. Ob als Chronist, Heimatpfleger, Musiker oder Vermittler bayerischer Traditionen – sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Wirken ist ein herausragender Dienst an unserer Heimat und Vorbild für gelebtes bürgerschaftliches Engagement“, betonte Blume.
Prof. Dr. Bernd Goldmann, Gründungsdirektor der Villa Concordia in BambergAls Gründungsdirektor des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia hat Prof. Dr. Bernd Goldmann eine einzigartige Kulturinstitution des Freistaats aufgebaut und entscheidend geprägt. Darüber hinaus setzte er als Kurator, Juror, Autor und Hochschullehrer wichtige Impulse für die Vermittlung zeitgenössischer Kunst und den internationalen Kulturaustausch.
„Prof. Dr. Bernd Goldmann hat Kultur nicht nur verwaltet, sondern gestaltet. Mit Weitblick, Leidenschaft und Mut hat er die Villa Concordia zu einem international renommierten Künstlerhaus entwickelt und Bamberg als Kulturstandort nachhaltig geprägt. Er schlägt Brücken zwischen Tradition und Moderne, zwischen regionaler Verwurzelung und internationalem Austausch. Sein jahrzehntelanges Wirken hat die Kulturlandschaft Bayerns nachhaltig bereichert“, so Blume.
Prof. Gerold Huber, Pianist und Musikprofessor aus Dießen a. Ammersee
Der gebürtige Straubinger Prof. Gerold Huber zählt zu den international renommiertesten Liedpianisten seiner Generation. Gemeinsam mit seinem langjährigen Liedpartner Christian Gerhaher prägt er seit Jahrzehnten die internationale Liedkunst. Als Professor an der Hochschule für Musik und Theater München engagiert er sich zudem mit großem Einsatz für die Förderung des musikalischen Nachwuchses.
„Prof. Gerold Huber gehört zu den herausragenden Botschaftern der bayerischen Musikkultur. Mit höchster künstlerischer Exzellenz begeistert er sein Publikum weit über die Grenzen des Freistaats hinaus. Zugleich gibt er seine Erfahrung mit Leidenschaft an die nächste Generation weiter und fördert junge Musikerinnen und Musiker auf ihrem Weg. Er bereichert unser Musikland Bayern damit in besonderer Weise“, würdigte Blume.
Friedrich Jörgl, Heimatpfelger aus Wörth a. d. Donau
Seit Jahrzehnten engagiert sich Friedrich Jörgl als Ortsheimatpfleger, Leiter des Pfarrarchivs und Mitglied des Historischen Vereins Wörth an der Donau für die Erforschung und Bewahrung des regionalen Kulturerbes. Mit zahlreichen Veröffentlichungen, Führungen und seinem vielfältigen ehrenamtlichen Einsatz prägt er das kulturelle und gesellschaftliche Leben seiner Heimat.
„Friedrich Jörgl zeigt eindrucksvoll, wie Heimat durch Engagement lebendig bleibt. Mit großer Leidenschaft bewahrt er die Geschichte Wörths, vermittelt sie anschaulich an nachfolgende Generationen und stärkt damit das Bewusstsein für die eigene Identität. Zugleich setzt er sich seit Jahrzehnten mit Herzblut für das gesellschaftliche Miteinander ein. Sein Lebenswerk steht beispielhaft für gelebten Gemeinsinn und eine Heimat, die aus Verantwortung füreinander wächst“, so Blume.
Arthur Lehmann, Musiker und Musiklehrer aus Wielenbach
Arthur Lehmann engagiert sich seit Jahrzehnten für die Blas- und Jazzmusik in Oberbayern. Als Dirigent, Musikpädagoge und Mitgründer der Symphonic Air Connection sowie Leiter erfolgreicher Big Bands hat er zahlreiche junge Talente gefördert und das Musikleben weit über die Region hinaus geprägt.
„Arthur Lehmann versteht es wie kaum ein anderer, Menschen für die Musik zu begeistern. Mit großem pädagogischem Geschick, musikalischer Leidenschaft und unermüdlichem Einsatz hat er Generationen junger Musikerinnen und Musiker geprägt. Er zeigt eindrucksvoll, wie Musik Talente entfaltet, Gemeinschaft stiftet und das kulturelle Leben vor Ort bereichert“, betonte Blume.
Alfred Sulzer, Sammler aus Malans (Schweiz)
Über mehr als sechs Jahrzehnte baute Alfred Sulzer die weltweit bedeutendste Sammlung historischer Zinnfiguren auf. Mit der Schenkung dieser Sammlung an das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg machte er einen einzigartigen Kunstschatz dauerhaft für Wissenschaft und Öffentlichkeit zugänglich.
„Alfred Sulzer hat mit seiner einzigartigen Sammlung ein bedeutendes Stück europäischer Kulturgeschichte bewahrt. Mit der großzügigen Schenkung an das Germanische Nationalmuseum hat er dieses außergewöhnliche Kulturgut dauerhaft für Forschung, Bildung und Öffentlichkeit zugänglich gemacht und gesichert. Sein Engagement zeigt eindrucksvoll, welchen unschätzbaren Wert Leidenschaft und Enthusiasmus für unser kulturelles Erbe haben können“, würdigte Blume.
Hintergrund Das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wird vom Bundespräsidenten für besondere Verdienste um das Gemeinwohl verliehen. Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume überreichte die Auszeichnungen im Rahmen eines Festakts im Münchner Gärtnerplatztheater.
Fotos von der Aushändigung (auch Einzelfotos) stehen zum kostenlosen Download zur Verfügung unter: https://www.stmwk.bayern.de/ministerium/bilder.html
Philipp Spörlein, Stellv. Pressesprecher, 089 2186 2621