Pressemitteilung Nr. 50 vom 08.07.2026 Rekordinvestitionen für studentisches Wohnen in Bayern: Freistaat setzt Sanierungs- und Neubauoffensive fort

Bundesweiter Spitzenreiter: 43 Prozent aller bundesweit im Bau befindlichen geförderten Studierendenwohnplätze entstehen in Bayern – München mit höchster Unterbringungsquote unter deutschen Millionenstädten – Wissenschaftsminister Blume: „Wir sanieren, modernisieren und investieren“

MÜNCHEN. Der Freistaat Bayern treibt die Modernisierung der Wohnheime für Studierende und den Ausbau des studentischen Wohnens konsequent voran. Mit Rekordinvestitionen, einer starken Förderung der Studierendenwerke und einer deutschlandweit einmaligen Bautätigkeit stärkt Bayern seine Hochschulstandorte nachhaltig.

Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume betont anlässlich eines Berichts zum Studentischen Wohnen im Bayerischen Landtag: „Wir sanieren, modernisieren und investieren:  Bezahlbares Wohnen für Studierende ist eine Frage der Chancengerechtigkeit und zugleich ein echter Faktor im internationalen Wettbewerb um die klügsten Köpfe. Unser Anspruch ist klar: mehr Wohnraum, moderner Wohnraum und beste Bedingungen für die Talente von morgen – auch außerhalb des Hörsaals. Wir unterstützen Studierende insbesondere in angespannten Wohnungsmärkten durch die Bereitstellung von preisgünstigen Wohnmöglichkeiten. In den vergangenen fünf Jahren hat der Freistaat über die Wohnraumförderung für Studierende rund 312 Millionen Euro in den Neubau, die Sanierung und den Erhalt studentischer Wohnheime investiert. Gleichzeitig haben wir die Zuschüsse zur Grundfinanzierung der Studierendenwerke seit 2020 mehr als verdoppelt und ihre Eigenkapitalbasis mit weiteren 50,5 Millionen Euro gestärkt.“

„Bayern baut – auf und für die klügsten Köpfe“
Im Freistaat entstehen aktuell rund 3.900 öffentlich geförderte Wohnheimplätze – das entspricht rund 43 Prozent aller in Deutschland im Bau befindlichen geförderten Wohnplätze für Studierende. Dazu Wissenschaftsminister Blume: „Unsere Bilanz kann sich sehen lassen: Fast jeder zweite öffentlich geförderte Wohnheimplatz, der derzeit in Deutschland gebaut wird, entsteht in Bayern. Das zeigt: Wir haben eine der bundesweit stärksten Förderkulissen. Gemeinsam mit unseren Studierendenwerken schaffen wir Schritt für Schritt mehr bezahlbaren Wohnraum und stärken die Zukunft unseres Wissenschaftsstandorts. Bayern baut – auf und für die klügsten Köpfe.“

Höchste Unterbringungsquote unter deutschen Millionenstädten in MünchenMünchen zählt zu den angespanntesten Wohnungsmärkten Deutschlands und verzeichnet stetig steigende Studierendenzahlen. Umso bemerkenswerter ist der Blick auf den bundesweiten Vergleich: Mit einer Unterbringungsquote (Anteil der Studierenden, die in geförderten Wohnplätzen untergebracht sind) von 10,03 Prozent verfügt München über die höchste Quote aller deutschen Millionenstädte und liegt damit vor Berlin (5,09 Prozent), Hamburg (7,47 Prozent) und Köln (7,25 Prozent).

Studentenstadt Freimann: Konsequente Umsetzung des Aktionsplans durch das Studierendenwerk
Ein Schlüsselprojekt ist die Studentenstadt Freimann – mit über 2.400 Wohnplätzen die größte studentische Wohnanlage Deutschlands. Nach den im Frühjahr bekannt gewordenen Mängeln in der Altstadt der Studentenstadt hat Wissenschaftsminister Blume das Studierendenwerk unmittelbar aufgefordert, Missstände umgehend zu beseitigen. Mit seinem eigenen Aktionsplant hat das Studierendenwerk kurzfristig und umfassend gehandelt und Verbesserungen umgesetzt. Gemeinschaftsbereiche wurden grundgereinigt und instandgesetzt, Schäden beseitigt, zusätzliche Hausmeister- und Objektmanagementkapazitäten geschaffen sowie neue Kommunikations- und Meldewege eingeführt. Parallel läuft die langfristige Modernisierung der Anlage. Bereits heute befinden sich rund zwei Drittel der Wohnplätze in der Studentenstadt in Sanierung oder es laufen konkrete Planungen für eine Sanierung. Gleichzeitig wird untersucht, wie durch eine behutsame Nachverdichtung zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden kann. Minister Blume erklärt: Die Situation in der Altstadt in Freimann haben wir sehr ernst genommen. Wo Missstände aufgetreten sind, hat das Studierendenwerk gehandelt – schnell, konsequent und nachhaltig. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Bewohner ein Mindestmaß an Verantwortung beim Umgang mit Einrichtung zeigen müssen. Pfleglicher Umgang mit Gemeinschaftsräumen und Ausstattung gehört zu den Pflichten der Bewohnerinnen und Bewohner.“

Sanierungsoffensive in Freimann: Sanierung von zwei Drittel aller Wohnplätze in der Studentenstadt auf den Weg gebracht  
Unabhängig vom derzeit laufenden Aktionsplan hat das Studierendenwerk München Oberbayern seit der Übertragung der mit erheblichem Sanierungsstau behafteten Studentenstadt Freimann im Jahr 2015 vom Verein Studentenstadt e. V. auf das Studierendenwerk München Oberbayern kontinuierlich an deren Erneuerung gearbeitet: Zwischen 2015 und 2019 wurden Haus 6 und die Familienhäuser saniert, zwischen 2019 und 2023 erfolgte die Generalsanierung von Haus 11 mit 250 Wohnheimplätzen für rund 22 Millionen Euro, zudem wurde die Hans-Scholl-Halle als einzigartige Gemeinschaftseinrichtung für 7 Millionen Euro grundlegend modernisiert und umstrukturiert.

Derzeit läuft zudem die Sanierung der Häuser 9 und 12 durch die BayernHeim. Die Fertigstellung von Haus 9 ist bis spätestens Ende 2027, von Haus 12 bis Herbst 2028 geplant. Die Maßnahmen liegen gut im Zeitplan. Insgesamt werden hierfür bis zu 150 Millionen Euro investiert. Die Häuser 10 und 13 werden durch das Studierendenwerk saniert. Nach Vergabe der Aufträge an einen Totalunternehmer noch im Sommer 2026 sollen die Häuser nach derzeitigem Stand im Jahr 2028 bzw. 2029 wiedereröffnet werden.

Somit wurde seit der Übernahme der Studentenstadt durch das Studierendenwerk die Sanierung von zwei Drittel der 2.400 Wohnplätze auf den Weg gebracht.

 

Philipp Spörlein, stellv. Pressesprecher, 089 2186 2681

 

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