Pressemitteilung Nr. 14 vom 16.03.2026 Bayerns Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume zum Tod von Jürgen Habermas: „Wir verneigen uns vor einer intellektuellen Instanz“
„Seine Thesen sind heute aktueller denn je – sie sind zeitloser Kompass für eine offene Gesellschaft“
MÜNCHEN/STARNBERG. Bayerns Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume zeigt sich betroffen vom Tod von Jürgen Habermas. „Mit Jürgen Habermas verliert Deutschland einen der prägenden Philosophen der Gegenwart und einen leidenschaftlichen Verteidiger der demokratischen Vernunft. Er war herausragender Wissenschaftler und Grenzgänger zwischen den Disziplinen: Sein Oeuvre hat die politische Theorie, die Sozialwissenschaften, die Philosophie und die demokratische Debattenkultur weit über die Grenzen unseres Landes hinaus geprägt. In seinem grundlegenden Werk ‚Strukturwandel der Öffentlichkeit’ hat er gezeigt, dass Demokratie mehr ist als Institutionen und Verfahren – sie lebt von einer kritischen, argumentativen Öffentlichkeit. Seine Thesen sind heute aktueller denn je – sie sind zeitloser Kompass für eine offene Gesellschaft. Wir verneigen uns vor einem großen Denker, dessen Stimme über Jahrzehnte Orientierung in den entscheidenden gesellschaftlichen Fragen gegeben hat – wir verneigen uns vor einer intellektuellen Instanz.“, betonte Minister Markus Blume.
Philipp Spörlein, stellv. Pressesprecher, 089 2186 2621