Pressemitteilung Nr. 11 vom 27.02.2026 Spitzenprofessur für digitale Souveränität an der Technischen Hochschule Augsburg – Blume: „Vertrauen entscheidet über die Zukunft unserer digitalen Gesellschaft“

Dr. Johannes Schönrich übernimmt ab September 2026 Professur für „Vertrauensvolle Datenökosysteme“ – Hightech Agenda Bayern investiert 3,5 Millionen Euro in sichere KI, digitale Identitäten und resiliente Datenräume

MÜNCHEN. Bayern baut seine technologische Souveränität weiter aus und festigt seine Rolle als führender Standort für sichere digitale Innovationen: Dr. Johannes Schönrich wird zum 1. September 2026 im Rahmen des Bayerischen Spitzenprofessurenprogramms der Hightech Agenda Bayern die Professur für „Vertrauensvolle Datenökosysteme“ an der Technischen Hochschule Augsburg übernehmen. Der Freistaat fördert die Professur mit 3,5 Millionen Euro. Wissenschaftsminister Markus Blume betont: „Vertrauen ist die Währung der digitalen Gesellschaft. Wer bei Künstlicher Intelligenz, digitalen Identitäten und Datenökosystemen vorne mitspielen will, muss Sicherheit, Transparenz und technologische Exzellenz zusammendenken. Mit Dr. Johannes Schönrich gewinnen wir einen ausgewiesenen Experten, der genau an dieser Schlüsselstelle forscht – und Bayern damit an der Spitze der digitalen Transformation stärkt. Er steht für exzellente, international sichtbare Forschung an einem der entscheidenden Zukunftsthemen der Zeit – und ist ein echter Gewinn für die TH Augsburg.“

Von der Forschung in die Anwendung

Dr. Schönrich forscht an der Schnittstelle von angewandter Kryptographie, digitalen Identitätslösungen und Künstlicher Intelligenz (KI). Im Mittelpunkt stehen sichere und dezentrale Datenökosysteme – also Strukturen, in denen über viele Partnerorganisationen hinweg Informationen genutzt und dabei dennoch ihre Herkunft und Vertraulichkeit sichergestellt werden können.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf modernen kryptographischen Verfahren wie sogenannten Zero-Knowledge-Technologien. Sie ermöglichen es, bestimmte Eigenschaften von Daten nachzuweisen, ohne die Daten selbst offenlegen zu müssen – ein entscheidender Baustein für nachvollziehbare digitale Prozesse, bei denen sensible Personen- oder Unternehmensdaten geschützt werden müssen. Damit leistet seine Forschung einen wichtigen Beitrag zu vertrauenswürdiger KI, zu europäischen Lösungen im Bereich digitaler Identitäten und zu resilienten digitalen Infrastrukturen.

Der promovierte Wirtschaftsinformatiker wurde für seine Arbeiten vielfach ausgezeichnet und verfügt über umfangreiche internationale Erfahrung sowie starke Industriekooperationen. In Projekten mit Partnern aus Wirtschaft und öffentlicher Hand verbindet er Grundlagenforschung mit konkreter Anwendung – ein Profil, das ideal zur praxisorientierten Ausrichtung der Technischen Hochschule Augsburg passt.

Sicherheit als Innovationsmotor

Blume unterstreicht die strategische Bedeutung der Professur:
„Technologische Souveränität entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Wohlstand. Fakt ist: Wir wollen nicht nur Anwender fremder Lösungen sein, sondern selbst Maßstäbe setzen. Die Hightech Agenda Bayern wirkt: Mit dieser Spitzenprofessur beschleunigen wir den Transfer in den Mittelstand, bringen Forschung schneller in die Anwendung und festigen Bayerns Rolle als führender Standort für sichere digitale Innovationen.“

Mit der neuen Professur baut die Technische Hochschule Augsburg ihren Schwerpunkt im Bereich angewandter Digitalisierung weiter aus und vertieft zugleich den Transfer innovativer Technologien in Wirtschaft und Gesellschaft.

Über das Bayerische Spitzenprofessurenprogramm

Mit dem Bayerischen Spitzenprofessurenprogramm stärkt der Freistaat im Rahmen der Hightech Agenda Bayern gezielt herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Kunsthochschulen. Ziel ist es, internationale Sichtbarkeit, innovative Forschungsfelder und den Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig auszubauen.

Nachfolgend der Link zum Video:

Das Bayerische Spitzenprofessurenprogramm: Dr. Johannes Schönrich

 Christian Betz, Pressesprecher, 089 2186 2766

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