Pressemitteilung Nr. 7 vom 12.02.2026 Erster europäischer Quantencomputer in Deutschland geht in Bayern in Betrieb – Wissenschaftsminister Blume: „Technologische Souveränität entscheidet über Europas Zukunft“
Start des Euro-Q-Exa am Leibniz-Rechenzentrum in Garching mit EU-Kommissarin Henna Virkkunen, Parlamentarischer Staatssekretärin im Bundesforschungsministerium Dr. Silke Launert und Blume: neue Rechendimensionen in Europa – Blume zum Euro-Q-Exa: „Souveränität, Skalierung und Spitzenforschung: Bayern treibt Europas Quantenagenda voran“ – Ergebnis des starken Hightech-Ökosystems
MÜNCHEN. Anlässlich der Inbetriebnahme des ersten europäischen Quantencomputers in Deutschland am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in Garching hat Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume gemeinsam mit der Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Henna Virkkunen, sowie der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dr. Silke Launert, die strategische Bedeutung des Projekts Euro-Q-Exa für Bayern, Deutschland und Europa hervorgehoben.
Blume betonte, Euro-Q-Exa stehe für einen europäischen Aufbruch in eine neue Rechenära: „Fakt ist: Technologische Souveränität entscheidet über Europas Zukunft – wirtschaftlich, sicherheitspolitisch und gesellschaftlich.“ Es sei kein Zufall, dass eines der zentralen europäischen Quantenprojekte in Garching angesiedelt werde. Vielmehr zeige sich hier die besondere Stärke des bayerischen Forschungs- und Innovationsökosystems, in dem exzellente Wissenschaft, leistungsfähige Infrastruktur und internationale Kooperationen seit Jahren konsequent zusammengeführt würden.
„Der erste europäische Quantencomputer in Deutschland geht am Leibniz-Rechenzentrum in Bayern in Betrieb – das ist ein Ergebnis unseres starken Hightech-Ökosystems. Euro-Q-Exa ist mehr als ein neuer Rechner. Er steht für technologische Souveränität und den Anspruch, unsere digitale Infrastruktur in Europa selbst zu gestalten“, so Blume.
Mit dem Munich Quantum Valley ist Bayern im Feld der Quantentechnologien führend: Von der Grundlagenforschung am Max-Planck-Institut für Quantenoptik und dem Walther-Meißner-Institut über die Aktivitäten von LMU, TUM und FAU bis hin zur industriellen Anwendung bei Unternehmen wie SAP und Ausgründungen wie planqc ist ein einzigartiges, international sichtbares Ökosystem entstanden. Auch der Euro-Q-Exa stammt vom finnisch-bayerischen Unternehmen IQM. Dieses starke Zusammenspiel von Spitzenforschung, Hochschulen und Industrie ist der Nährboden für ein leistungsfähiges und souveränes europäisches Quantenökosystem.
Mit Blick auf die europäische Dimension unterstrich der Minister die besondere Rolle des Standorts Garching: „In Garching – dem größten Forschungscampus Deutschlands und einem lebendigen Ort der europäischen Idee – verbinden wir Quantencomputing, Supercomputing und Künstliche Intelligenz zu neuen Rechendimensionen. Genau deshalb bewerben wir uns auch um eine KI-Gigafactory. Denn Projekte wie Euro-Q-Exa zeigen: Bayern ist bereit, Verantwortung für Europas digitale Zukunft zu übernehmen.“
Von Garching gehe ein starkes Signal nach Europa, betonte Blume weiter. Hier entstünden Rechenressourcen, die Innovation ermöglichen und die technologische Handlungsfähigkeit Europas nachhaltig stärken. „Hier wird Zukunft nicht nur gedacht – hier wird sie gerechnet.“
Starkes Innovationsökosystem in Bayern
Euro-Q-Exa ist Teil der europäischen Quanteninfrastruktur der EuroHPC-Initiative und wird künftig Forschenden in ganz Europa zur Verfügung stehen. Der neue Quantencomputer ergänzt die bestehenden Höchstleistungsrechner am LRZ und ermöglicht insbesondere hybride Anwendungen aus klassischem Hochleistungsrechnen, Quantencomputing und perspektivisch auch Künstlicher Intelligenz.
Abschließend verwies Blume auf die langfristige strategische Linie des Freistaats: „Bayern steht für ein starkes, verlässliches Forschungs- und Innovationsökosystem – von der Grundlagenforschung bis zur industriellen Anwendung. Mit der Hightech Agenda Bayern investieren wir seit Jahren konsequent in Recheninfrastruktur, Talente und Zukunftstechnologien. Dass Europa einen seiner zentralen Quanten-Knotenpunkte in Garching aufbaut, ist Ausdruck dieses Vertrauens – und Ansporn zugleich. Wer die Schlüsseltechnologien von morgen beherrscht, sichert die Wertschöpfung von übermorgen.“
Christian Betz, Pressesprecher, 089 2186 2766