Pressemitteilung Nr. 111 vom 26.05.2021 Gut 84 Millionen Euro DFG-Förderung für acht Sonderforschungsbereiche/Transregio an fünf bayerischen Universitäten

FAU Erlangen-Nürnberg, LMU München, TU München, Universität Regensburg und JMU Würzburg mit Anträgen bei DFG-Programm erfolgreich – Wissenschaftsminister Sibler gratuliert: „Forschung auf allerhöchstem Niveau zu Fragen, die die Lebensqualität vieler Menschen beeinflussen“

MÜNCHEN. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), die Technische Universität München (TUM), die Universität Regensburg und die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) haben zusammen mit ihren Partner-Universitäten erfolgreich acht Sonderforschungsbereiche/Transregio zur Stärkung der Spitzenforschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) beantragt.

Die acht Forschungsvorhaben werden mit insgesamt gut 84 Millionen Euro einschließlich der Programmpauschale von 22 Prozent für die nächsten vier Jahre gefördert. Sowohl drei Neuanträge unter der Leitung der TUM (2x) und der FAU konnten punkten, als auch fünf Fortsetzungsanträge unter Leitung bzw. Beteiligung von LMU (2x), TUM, Universität Regensburg und JMU. Diese Entscheidung, die der Bewilligungsausschusses für Sonderforschungsbereiche der DFG in seiner Frühjahrssitzung traf, gab die DFG am Dienstag bekannt.

„Jeder bewilligte Antrag ist ein bemerkenswerter Erfolg der beteiligten Hochschulen. Denn die in diesem renommierten DFG-Programm geförderten Projekte bieten auf allerhöchstem Niveau Forschung zu Fragestellungen, die Einfluss auf die Lebensqualität vieler Menschen haben“, betonte Wissenschaftsminister Bernd Sibler. Die große thematische Bandbreite der geförderten SFB mit bayerischer Beteiligung beinhaltet unter anderem Projekte aus der Medizinforschung, der Chemie oder der Physik.

Sonderforschungsbereiche werden nach einem strengen Begutachtungsverfahren mit hohen Qualitätsanforderungen vergeben, müssen international sichtbar sein und bedeuten für die Universitäten einen beträchtlichen Zuwachs an Stellen und Mitteln für den jeweiligen Forschungsbereich. In der Videokonferenz des Bewilligungsausschusses am 20. und 21. Mai 2021 hat die DFG insgesamt 11 neue Sonderforschungsbereiche (SFB) und SFB-Transregio (TRR) für eine erste Förderperiode von zunächst vier Jahren eingerichtet. Der Ausschuss bewilligte außerdem die Verlängerung von 26 SFB/TRR für jeweils eine weitere Förderperiode von vier Jahren.

Die nächste Entscheidungssitzung für SFB/TRR findet im November 2021 statt. In ihrem Vorfeld werden insgesamt fünf weitere bayerische Anträge der Universitäten in Bayreuth, Erlangen-Nürnberg, München, Regensburg und Würzburg von internationalen Experten begutachtet werden.

Breites Themenspektrum der bewilligten Anträge

Unter bayerischer Leitung werden folgende drei SFB bzw. Transregio neu eingerichtet (Titel; antragstellende Universitäten; Sprecher; Fördermittel für bayerische Beteiligte):

  • TRR 325: „Assembly Controlled Chemical Photocatalysis“ Einrichtungsantrag; TU München, Universität Regensburg; Prof. Dr. Thorsten Bach (TUM); bayerischer Förderanteil 9,5 Mio. Euro

 

  • TRR 338: „LETSIMMUN - Lymphozyten Engineering für Therapeutische Synthetische Immunität

Einrichtungsantrag; TU München, JMU Würzburg, LMU München; Prof. Dr. Dirk Busch (TUM); bayerischer Förderanteil 11,6 Mio. Euro.

  • SFB 1483 „Empathokinästhetische Sensorik – EmpkinS“ Einrichtungsantrag; FAU Erlangen-Nürnberg; Prof. Dr.-Ing. Martin Vossiek (FAU); bayerischer Förderanteil 11,9 Mio. Euro.

 

Folgende fünf SFB bzw. Transregio mit bayerischer Beteiligung werden um eine weitere Förderphase verlängert (Titel; antragstellende Universitäten; Sprecher; Fördermittel für bayerische Beteiligte):

  • TRR 124 „FungiNet: Pathogenic fungi and their human host: Networks of interaction“ (zweiter Folgeantrag)

Universität Jena, JMU Würzburg; Prof. Dr. Axel Brakhage (Jena); bayerischer Förderanteil 3,9 Mio. Euro.

  • TRR 205 „Die Nebenniere: Zentrales Relais in Gesundheit und Krankheit“ (erster Folgeantrag)

TU Dresden, JMU Würzburg, LMU München; Prof. Dr. Stefan Bornstein (Dresden); bayerischer Förderanteil 9,2 Mio. Euro.

  • SFB 1064 „Chromatindynamik“ (zweiter Folgeantrag)

LMU München; Prof. Dr. Peter Becker; bayerischer Förderanteil 14,2 Mio. Euro.

  • SFB 1258 „Neutrinos and Beyond“ (erster Folgeantrag)

TU München; Prof.in Dr. Elisa Resconi; bayerischer Förderanteil 12,8 Mio. Euro.

  • SFB 1277 „Emergent relativistic effects in condensed matter“ (erster Folgeantrag)

Universität Regensburg; Prof. Dr. Klaus Richter; bayerischer Förderanteil 11,3 Mio. Euro.

 

Nähere Informationen zu den einzelnen Sonderforschungsbereichen finden Sie hier:

https://www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2021/pressemitteilung_nr_16/index.html

 

Hintergrundinformation:

Sonderforschungsbereiche (SFB) sind auf die Dauer von bis zu zwölf Jahren (in der Regel drei mal vier Jahre) angelegte Forschungseinrichtungen der Hochschulen, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über die Grenzen ihrer jeweiligen Fächer, Institute, Fachbereiche und Fakultäten hinweg im Rahmen eines übergreifenden und wissenschaftlich exzellenten Forschungsprogramms zusammenarbeiten. Der klassische Sonderforschungsbereich (SFB) wird in der Regel von einer Hochschule beantragt. Der SFB-Transregio (TRR) wird von mehreren (in der Regel bis zu drei) Hochschulen gemeinsam beantragt. Die Förderung ermöglicht eine enge überregionale Kooperation zwischen Hochschulen und den dort Forschenden sowie eine Vernetzung und gemeinsame Nutzung der Ressourcen. Für SFB/TRR stehen im Haushalt der DFG insgesamt jährlich mehr als 800 Millionen Euro zur Verfügung. Die DFG fördert damit ab Juli 2021 insgesamt 282 Sonderforschungsbereiche.

 

Michael Becker, Sprecher, 089 2186 2025

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