Hightech Agenda Bayern Munich Quantum Valley: Gründungsakt krönt erfolgreiche Auftaktphase

Wissenschaftsminister Bernd Sibler (r.) mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder (M.) und dem Präsidenten der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Prof. Dr. Thomas O. Höllmann
Wissenschaftsminister Bernd Sibler (r.) mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder (M.) und dem Präsidenten der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Prof. Dr. Thomas O. Höllmann

Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Realisierung des ersten Quantencomputers in Bayern ist vollzogen: Nur ein Jahr nach der Absichtserklärung der Bayerischen Staatsregierung ist mit der feierlichen Unterzeichnung der Gründungsurkunde das mit 300 Millionen Euro aus der Hightech Agenda Bayern geförderte Munich Quantum Valley auch formal als Verein gegründet worden.

Wissenschaftsminister Bernd Sibler spricht beim Gründungsakt des Munich Quantum Valley
Wissenschaftsminister Bernd Sibler spricht beim Gründungsakt des Munich Quantum Valley

Die wissenschaftliche Arbeit hat begonnen, mehr als 80 Millionen Euro an Bundesmitteln sind als Ergänzung zu der 300-Millionen-Euro-Förderung aus der Hightech Agenda Bayern bereits eingeworben und am 27. Januar 2022 ist die Zukunftsinitiative Munich Quantum Valley mit der Gründung als Verein nun auch formal konstituiert worden.

Im Beisein von Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wissenschaftsminister Bernd Sibler und der Amtschefin im Wirtschaftsministerium Frau Dr. Sabine Jarothe unterzeichneten die Präsidenten der beteiligten Universitäten und Wissenschaftsorganisationen in den Räumen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften die Gründungsurkunde.

Wissenschaftsminister Bernd Sibler betonte die großen Ambitionen, die die Staatsregierung mit der strategisch eindeutig ausgerichteten Zukunftsinitiative verfolgt: „Mit dem Munich Quantum Valley verfolgen wir ein ganz klares Ziel: Wir positionieren Bayern in der Forschung und beim Einsatz der Quantenwissenschaften und -technologien an der Spitze Europas. Bereits jetzt verfügen wir in der Region München über herausragende wissenschaftliche Kompetenzen im Bereich der Quantentechnologien. Diese bündeln wir zu einem leistungsfähigen Hightech-Ökosystem von Wissenschaft und Wirtschaft, das wir um die Expertise weiterer bayerischer Standorte ergänzen.“

Ministerpräsident Dr. Markus Söder stellte die enorme Bedeutung des Munich Quantum Valley heraus: „Quantencomputing ermöglicht völlig neue Arten der Forschung. Das ist die nächste Generation der Super-Rechner. Wir werden Bayern dabei zum internationalen Champion entwickeln. Im Munich Quantum Valley vernetzen wir unsere Besten der Wissenschaftsszene. Die besten Köpfe der Welt sollen in Bayern studieren und lehren. Mit der Hightech Agenda Plus investieren wir insgesamt 3,5 Mrd. Euro für 13.000 neue Studienplätze und 1000 Professuren. Denn Technik ist Zukunft.“

Europaweit einzigartiges Netzwerk

Gründungspartner des Munich Quantum Valley sind die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Technische Universität München und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie die Bayerische Akademie der Wissenschaften, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, die Fraunhofer Gesellschaft und die Max-Planck-Gesellschaft.

Zentrales Ziel der Initiative Munich Quantum Valley ist es, in den kommenden fünf Jahren ein Zentrum für Quantencomputing und Quantentechnologie (ZQQ) aufzubauen. Hier sollen die drei derzeit aussichtsreichsten Quantencomputing-Technologien verfügbar sein, also sowohl ein Computer auf Basis von supraleitenden Qubits als auch solche mit Qubits auf Basis von Ionen und Atomen.

Darüber hinaus soll ein Quantentechnologiepark entstehen, um die Forschungskapazitäten zu bündeln und die schnelle Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in marktreife Produkte zu forcieren. Flankiert werden die Aktivitäten durch den Aufbau von Aus- und Fortbildungs­angeboten sowie Maßnahmen zur Förderung von Start-ups in den Quantentechnologien.

Erste Erfolge: Mehr als 80 Millionen Euro aus Förderprogrammen von Bundesministerien

Bisher haben sich unter dem Dach des Munich Quantum Valley mehr als 40 universitäre Einrichtungen, Forschungsinstitute und Unternehmen zusammengefunden. Auch die wissenschaftliche Arbeit hat bereits begonnen.

In acht Forschungskonsortien, die alle zum Aufbau und Betrieb von Quantencomputern notwendigen Kompetenzen abdecken, arbeiten rund 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Über Leuchtturm-Projekte soll in Zukunft die Expertise weiterer Regionen Bayerns eingebunden und die wissenschaftliche Basis verbreitert werden.

Komplementär zur Förderung aus der Hightech Agenda Bayern in Höhe von 300 Millionen Euro haben Mitglieder der Initiative im zurückliegenden Jahr durch gemeinsame Anträge bereits mehr als 80 Millionen Euro an Mitteln aus Förderprogrammen der Bundesministerien für Bildung und Forschung sowie für Wirtschaft und Klimaschutz eingeworben.

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