Holocaustgedenken Am Gedenktag an die Reichspogromnacht ein klares Zeichen gegen Antisemitismus setzen

Staatsminister Bernd Sibler legt für die Bayerische Staatsregierung einen Kranz nieder in der Halle der Erinnerung
Staatsminister Bernd Sibler legt für die Bayerische Staatsregierung einen Kranz nieder in der Halle der Erinnerung

Besonders am 9. November gedenken wir der Opfer der Reichspogromnacht. Dieser Tag muss uns allen Mahnung sein, sich für eine freie und pluralistische Gesellschaft immer wieder aufs Neue einzusetzen. Auch Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler gedachte während seiner Delegationsreise mit bayerischen Hochschulvertreterinnen und -vertretern der Opfer in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem.

Staatsminister Bernd Sibler
Staatsminister Bernd Sibler

Der zweistündige Rundgang durch das größte Holocaust Museum in Israel hat Minister Sibler tief ergriffen: „Die Auseinandersetzung mit dieser Phase der deutschen, der bayerischen und vor allem der jüdischen Geschichte hat mich tief bewegt und erschüttert. Das Leid, die Verletzungen und die brutale Ermordung der Jüdinnen und Juden gehen unter die Haut. Im Namen der Bayerischen Staatsregierung durfte ich einen Kranz in der Gedächtnishalle niederlegen. Als bayerische und deutsche Politiker stehen wir in der Pflicht, die unfassbaren Verbrechen des Nazi-Regimes nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Yad Vashem ist uns Erinnerung und Mahnung zugleich. Ich bedaure es zutiefst, dass antisemitische Tendenzen in Deutschland wieder zunehmen. Das Auftreten von radikalen Parteien am rechten Rand zeigt uns, dass wir gefordert sind, die richtigen Antworten auf derartige Entwicklungen in unserer Gesellschaft zu geben. Bayern und Israel, Deutschland und Israel - das gehört zusammen. Hier in Israel habe ich wieder einmal eindrucksvoll erfahren, dass die junge Generation unsere gemeinsame Zukunft gestalten will. Und darauf setze ich nach diesem berührenden Aufenthalt in Yad Vashem."

Delegationsreise mit Besuch in Yad Vashem 2019

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Yad Vashem  - eine dynamische und lebendige Begegnungsstätte  für Menschen aller Generationen und Nationen

Yad Vashem ist zentrale israelische Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust. Sie wurde 1957 auf dem „Berg der Erinnerung“ in Jerusalem gegründet zum Gedenken an die 6 Millionen Jüdinnen und Juden, die während der Shoah ermordet wurden. Der hebräische Ausdruck „Yad Vashem“ bedeutet wörtlich übersetzt „ein Denkmal und ein Name“ und stammt aus dem Buch Jesaja 56,5 in der Thora: „Und denen will ich in meinem Hause und in meinen Mauern ein Denkmal und einen Namen geben.“ Zu den Aufgaben von Yad Vashem gehören das Gedenken, die Dokumentation, die Forschung, Veröffentlichung und Erziehung. Seit 1996 kooperiert Deutschland mit Yad Vashem vor allem in den Bereichen Forschung, Bekämpfung von Antisemitismus und Fortbildung.

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