12. November 1997

Kultusminister Hans Zehetmair verleiht Förderungspreise an 14 junge Künstler

14 herausragende junge Talente aus den Bereichen Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Musik und Tanz hat Kultusminister Hans Zehetmair am Mittwoch mit dem Staatlichen Förderungspreis für junge Künstler ausgezeichnet. Wie der Minister bei der Verleihung der mit jeweils 10 000 DM dotierten Preise in der Residenz in München erklärte, habe der Preis neben der finanziellen Förderung vor allem auch das Ziel, den Künstlern zu mehr Publizität zu verhelfen und die künstlerische Leistung der Preisträger öffentlich anzuerkennen. Die Förderungspreise seien neben den Ausbildungsstätten, den Akademien der Bildenden Künste, den Musikhochschulen, Konservatorien oder der Theaterakademie Teil der Nachwuchsförderung im Freistaat Bayern und sollten die Preisträgerinnen und Preisträger zu weiteren herausragenden Leistungen anspornen.

Die Staatlichen Förderungspreise für junge Künstler werden alljährlich auf Vorschlag von mit Fachleuten besetzten Gutachterausschüssen für hervorragende Leistungen auf den Gebieten Bildende Kunst, Musik und Tanz sowie Darstellende Kunst verliehen.

In diesem Jahr werden folgende Künstlerinnen und Künstler ausgezeichnet:

Bereich Bildende Kunst:

Maria Bußmann, geb. 1966 in Würzburg, absolvierte ihre künstlerische Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Derzeit arbeitet sie in Würzburg.

M+M steht für das Künstlerduo Marc Weis, geb. 1965 in Daun, und Martin De Mattia, geb. 1963 in Rheinhausen. Die Künstler haben Kunstgeschichte in München und Rom bzw. in Trier und München studiert und arbeiten jetzt in München; 1988 haben sie sich zu gemeinsamen Projekten im Bereich Neue Medien zusammengeschlossen.

Heike Pillemann, geb. 1958 in Herne/Westfalen, studierte an der Kunstakademie Stuttgart und arbeitet jetzt in München.

Peter Sauerer, geb. 1958 in München, hat eine Ausbildung als Steinmetz sowie ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München absolviert. Seit Abschluß des Studiums arbeitet er in München.

Oliver Boberg, geb. 1965 in Herten, ist Absolvent der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und arbeitet derzeit in Fürth. Er erhält den in diesem Jahr ausgeschriebenen Sonderpreis für Fotografie.

 

Bereich Musik und Tanz

Katja Wachter, geb. 1969 in Nürnberg, erhält den Preis in der Sparte Choreographie. Sie wurde zunächst als Gymnastiklehrerin ausgebildet, parallel dazu in Jazz und Modern Dance. An der London Contemporary Dance School schloß sie 1993 ihre Studien ab.

Sebastian Hess, geb. 1971 in München, studierte Cello an der Hochschule für Musik in München. Zahlreiche Auftritte als Solist und Kammermusiker, Rundfunkaufnahmen sowie bisher vier CDs belegen seinen Erfolg.

Hans-Peter Hofmann, geb. 1967 in Saarbrücken, studierte Geige an der Musikhochschule des Saarlandes sowie an der Guildhall School for Music and Drama in London. Neben einer regen Konzerttätigkeit leitet er seit 1994 eine Violinklasse am Meistersinger-Konservatorium in Nürnberg.

Jörg Widmann, geb. 1973 in München, ist Klarinettist und Komponist. Er studierte an der Hochschule für Musik in München. Außer einer Vielzahl von Auftritten im In- und Ausland, verschiedenen Auftragskompositionen, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen hat er bereits mehrere Preise und Auszeichnungen erhalten.

Werner J. Gruber, geb. 1959 in Maria Steinbach/Allgäu, ist Komponist, Klangkünstler, Performer, Instrumentenbauer, Multimedia-Artist und Sozialpädagoge. Er lebt und arbeitet in München.

 

Darstellende Kunst:

Anna Schudt, geb. 1974 in Konstanz, absolvierte ihre schauspielerische Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Seit vier Jahren ist sie an den Münchner Kammerspielen engagiert.

Florian Walter, geb. 1966 in Oldenburg, studierte neben seiner Ausbildung als Schauspieler und der Arbeit als Regie- und Dramaturgieassistent zugleich Theaterwissenschaften in Erlangen. Er hat seit 1991 ein Engagement am E.T.A.-Hoffmann-Theater Bamberg.

Marina Ulewicz, geb. 1960 in München, erhält den Förderungspreis als Opernsängerin. Sie studierte Psychologie und Musiktherapie, bevor sie am Richard-Strauss-Konservatorium in München ihr Gesangsstudium antrat. Seit 1992 ist sie an den Städtischen Bühnen Augsburg engagiert.

 

Ein Stipendium für die Cité des Arts Internationale in Paris erhalten drei Künstlerinnen und ein Künstler:

Eva Barath, geb. 1961 in Stuttgart, studierte zunächst Blockflöte an der Musikhochschule Düsseldorf und später Komposition an der Musikhochschule Zürich und am Landeskonservatorium Vorarlberg. Sie lebt jetzt in Kempten.

Stefan Hippe, geb. 1966 in Nürnberg, wurde am Meistersinger-Konservatorium in Nürnberg und an der Hochschule für Musik in Würzburg ausgebildet. Er lebt als freischaffender Komponist und Akkordeonspieler in Nürnberg.

Kathrin Böhm, geb. 1969 in Bamberg, erhielt ihre künstlerische Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und lebt als freischaffende bildende Künstlerin in Nürnberg.

Afra Dopfer, geb. 1962 in Starnberg, studierte nach einer Ausbildung zur Theaterplastikerin und einer Holzbildhauerlehre Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München.

 

Bayerisches Staatsministerium
für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst
Toni Schmid, Pressereferent