Coronavirus FAQ - Grundlegendes zum Hochschulbetrieb, zum kulturellen Leben, zu Hilfen im Kunst- und Kulturbereich und zur Forschung

Hochschulen Hilfen im Kunst- und Kulturbereich
Kulturelles Leben Grundsätzliche Informationen

Die Ausbreitung des Corona-Virus bringt in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens spürbare Veränderungen mit sich. Zur Eindämmung des neuartigen Virus und zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger hat der Freistaat weitreichende Maßnahmen ergriffen, die auch den Hochschulbetrieb, die Forschung und das kulturelle Leben betreffen. Die dynamischen Entwicklungen werden kontinuierlich beobachtet und Maßnahmen überprüft. Nachsteuerungen sind jederzeit möglich.

FAQ: Lehrbetrieb an Hochschulen

An wen können sich Studierende mit Fragen zu ihrer Studienplanung wenden?

Studentinnen und Studenten können sich mit Fragen zum hochschulischen Lehrbetrieb und zu ihrer Studienplanung unmittelbar an ihre Hochschule wenden.

Informationen der staatlichen Hochschulen in Bayern finden Sie unten unter dem blauen Balken "Weitere Informationen der staatlichen Hochschulen zu Corona".

Welche spezifischen Impfangebote gibt es für die Studierenden in Bayern?

Die Bayerische Staatsregierung hat auf Initiative von Wissenschaftsminister Bernd Sibler am 29. Juni 2021 beschlossen, Studentinnen und Studenten mit zielgerichteten Impfaktionen in die Bayerische Impfstrategie einzubeziehen.

Im Rahmen einer bayernweiten Impfkampagne können sich impfwillige Studentinnen und Studenten und Studienanfängerinnen und Studienanfänger an Hochschulen in Bayern auch an ihrem Hochschulstandort – unabhängig vom Erstwohnsitz – impfen lassen.

Alternativ sind weiterhin selbstverständlich auch individuelle Impftermine in Impfzentren (über eine Registrierung mithilfe des Impfregistrierungsportals BayIMCO) beziehungsweise Impfungen in Arztpraxen möglich.

Die spezifischen Impfaktionen für Studentinnen und Studenten können als Reihenimpfung im örtlichen Impfzentrum mit gezielten Sammelterminen oder als Reihenimpfung auf dem Hochschulgelände unter Einsatz mobiler Impfteams der Impfzentren erfolgen. Teilnahmeberechtigt im Rahmen dieser Impfaktionen ist, wer gegenwärtig an einer Hochschule in Bayern immatrikuliert ist oder wer sich zum Wintersemester 2021/2022 für ein Studium an einer Hochschule in Bayern bewirbt oder bereits angemeldet hat. Der Nachweis der Berechtigung erfolgt bei Studentinnen und Studenten mittels der Immatrikulationsbescheinigung. Bei Studienanfängerinnen und Studienanfängern reicht der Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung sowie der Bewerbungsbestätigung beziehungsweise Bewerbung aus (falls dieser Nachweis noch nicht möglich sein sollte, genügt neben der Hochschulzugangsberechtigung auch eine Absichtserklärung).

Die Details zum Ablauf und zur Organisation der Impfangebote stimmen die Hochschulen mit dem jeweils örtlich zuständigen Impfzentrum ab.

Impfinteressentinnen und Impfinteressenten können sich für nähere Informationen zu den vor Ort angebotenen Impfaktionen unmittelbar an ihre Hochschule wenden.

Weitere Informationen zu Impfungen finden Sie insbesondere auf der Webseite des Bayerischen Gesundheitsministeriums (www.stmgp.bayern.de).

Wo und wie können sich Studierende in Bayern zu Beginn des Wintersemesters 2021/2022 (kostenfrei) testen lassen?

In Umsetzung des Beschlusses der Bayerischen Staatsregierung vom 31. August 2021 soll ein reibungsloser und erfolgreicher Einstieg in das Wintersemester 2021/2022 durch ein organisiertes Angebot an kostenfreien Tests ermöglicht werden.

Dieses kostenfreie Testangebot des Freistaates für Studierende gilt bis zum 30. November 2021. Unberührt bleibt gegebenenfalls eine (weitergehende) Kostenfreiheit von Tests im Rahmen der „Bürgertestungen“, soweit deren Kosten weiterhin übernommen werden. Dies gilt für bestimmte Personengruppen, insbesondere solche, die sich zum Zeitpunkt der Testung nicht gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen lassen können.

Hierzu wird im Einzelnen insbesondere auf § 4a der Coronavirus-Testverordnung (TestV) des Bundes vom 21. September 2021 verwiesen (über die Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) online abrufbar), der asymptomatische Personen nennt, die einen Anspruch auf Testung mittels PoC-Antigentests haben. Zu diesen Anspruchsberechtigen gehören unter anderem – bis zum 31. Dezember 2021 – zum Zeitpunkt der Testung Studierende, bei denen eine Schutzimpfung mit anderen als den vom Paul-Ehrlich-Institut im Internet unter der Adresse http://www.pei.de/impfstoffe/covid-19 genannten Impfstoffen erfolgt ist (§ 4a Nr. 3 TestV).

Die Einzelheiten der Umsetzung liegen in der Zuständigkeit und Verantwortung der jeweiligen Hochschule. Den Hochschulen stehen dazu mehrere Optionen zur Verfügung, aus denen sie nach den konkreten Gegebenheiten vor Ort und den spezifischen Anforderungen des Lehrbetriebs die jeweils passende(n) Variante(n) auswählen können: Zum einen können die Hochschulen mit dem jeweiligen lokalen Testzentrum vereinbaren, dass dort bis zum 30. November 2021 kostenfreie Tests für Studierende angeboten werden. Die Hochschulen können außerdem externe (private) Dienstleister beauftragen, die Testungen (im o. g. Zeitraum) vorzunehmen. Außerdem können die Hochschulen – in geeigneten Fällen – selbst oder (im o. g. Zeitraum) mit Unterstützung externer Dritter Selbsttests beaufsichtigen.

Bitte wenden Sie sich mit Einzelfragen zum kostenfreien Testangebot und dessen Umsetzung an Ihrem Hochschulstandort an Ihre Hochschule.

Kann im Wintersemester 2021/2022 wieder mehr Präsenzlehre an den Hochschulen in Bayern ermöglicht werden, sodass sich Studierende auch wieder auf einen Aufenthalt am Studienstandort einstellen können?

Ja.

Die Bayerische Staatsregierung hat am 31. August 2021 einen Beschluss unter anderem zu den Hochschulen und zum kommenden Semester gefasst: Nach diesem Beschluss gelten für die Hochschulen die allgemeinen Regelungen zu 3G und zur Maskenpflicht.

Zur Umsetzung dieses Beschlusses wurde die Vierzehnte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (14. BayIfSMV) vom 1. September 2021 erlassen, die am 2. September 2021 in Kraft getreten ist und derzeit befristet bis einschließlich 1. Oktober 2021 gilt. Konkretisierende Vorgaben finden sich in dem Rahmenkonzept für Hochschulen vom 21. September 2021 (Bekanntmachung vom 21. September 2021, BayMBl. 2021 Nr. 669), das seit dem 22. September 2021 in Kraft ist.

Damit wird für das kommende Semester Präsenzlehre wieder der Regelfall sein. Wenn in den Hörsälen der Abstand von 1,5 m nicht eingehalten wird, gilt nach allgemeinen Regeln Maskenpflicht auch am Platz.

Wissenschaftsminister Sibler bittet die Studentinnen und Studenten an bayerischen Hochschulen vor diesem Hintergrund, sich zum Wintersemester 2021/2022 auf einen Aufenthalt am Studienstandort einzustellen.

Die konkrete Umsetzung der Hygieneregeln und die genaue Ausgestaltung der Lehre erfolgen grundsätzlich in eigener Zuständigkeit und Verantwortung durch die Hochschulen. Die für das Wintersemester 2021/2022 geltenden infektionsschutzrechtlichen Vorgaben füllen die Hochschulen eigenverantwortlich in ihren individuellen Infektionsschutzkonzepten mit möglichst passgenauen und verlässlichen Vorkehrungen vor Ort aus.

Bitte wenden Sie sich daher mit konkreten Einzelfragen und Anliegen zu den vor Ort geltenden Infektionsschutzvorkehrungen und zur Ausgestaltung des Hochschul- und Studienbetriebs unmittelbar an Ihre Hochschule.

Welche Vorgaben gelten für den Hochschulbetrieb, um einen möglichst verlässlichen Infektionsschutz zu gewährleisten?

Ein umfassender, konsequenter und dadurch möglichst wirksamer Infektions- und Gesundheitsschutz im gesamten Hochschulbetrieb genießt auch weiterhin höchste Priorität.

Maßgeblich sind insbesondere die Vorgaben der Vierzehnten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (14. BayIfSMV) vom 1. September 2021, die derzeit befristet bis zum Ablauf des 1. Oktober 2021 in Kraft ist, und das Rahmenkonzept für Hochschulen vom 21. September 2021 (Bekanntmachung vom 21. September 2021, BayMBl. 2021 Nr. 669), das seit dem 22. September 2021 in Kraft ist.

  • Zur Maskenpflicht ist vor allem § 2 14. BayIfSMV zu beachten: Auch an den Hochschulen gilt in Gebäuden und geschlossenen Räumen nach den allgemeinen Regeln (§ 2 Abs. 1 Satz 1 14. BayIfSMV) grundsätzlich die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske (Maskenpflicht). Die Maskenpflicht gilt unter anderem nicht am festen Sitz-, Steh- oder Arbeitsplatz, soweit zuverlässig ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen gewahrt wird, die nicht dem eigenen Hausstand angehören (§ 2 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 14. BayIfSMV); dies gilt in diesem Fall beispielsweise auch für Vortragende. Die Hochschule hat ein Wahlrecht, ob bei durchgängiger Maskenpflicht auf die Einhaltung von Mindestabständen verzichtet wird oder unter Wegfall der Maskenpflicht am Platz zwischen festen Plätzen ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten wird (Rahmenkonzept für Hochschulen, Nr. 2.4). Die Maskenpflicht gilt auch nicht aus (sonstigen) zwingenden Gründen (§ 2 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 14. BayIfSMV); diese können sich insbesondere aus praktischen, didaktischen beziehungsweise hochschulorganisatorischen Erfordernissen des Lehrbetriebs oder des sonstigen Hochschulbetriebs ergeben, insbesondere im Hinblick auf praktische Präsenzveranstaltungen und damit sachlich zusammenhängende Bereiche, Situationen und Tätigkeiten. Für Beschäftigte gilt die Maskenpflicht während ihrer dienstlichen Tätigkeit nur im Rahmen arbeitsschutzrechtlicher Bestimmungen (§ 2 Abs. 3 Satz 3 14. BayIfSMV).
  • Für die 3G-Regel gilt insbesondere § 3 14. BayIfSMV: Überschreitet im Gebietsbereich einer Kreisverwaltungsbehörde die 7-Tage-Inzidenz den Wert von 35, so darf im Hinblick auf geschlossene Räume der Zugang auch zu den Hochschulen vorbehaltlich speziellerer Regelungen der 14. BayIfSMV außerhalb einer zum Betrieb oder Durchführung nötigen beruflichen oder gemeinwohldienlichen ehrenamtlichen Tätigkeit nur durch solche Personen erfolgen, die im Sinne der einschlägigen Vorschriften der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung (SchAusnahmV) geimpft, genesen oder getestet sind. Es besteht (auch) für die Hochschulen die Verpflichtung zur Überprüfung der vorzulegenden Impf-, Genesenen- oder Testnachweise.  Die Überprüfung der 3G-Regel durch die Hochschulen hat im Wege von konsequenten, engmaschigen und regelmäßigen Stichproben zu erfolgen (Rahmenkonzept für Hochschulen, Nr. 2.3). Die Nichteinhaltung der 3G-Regel ist bußgeldbewehrt (§ 19 Nr. 2 14. BayIfSMV).
  • Für die Kontaktdatenerfassung sind die Vorgaben des § 5 14. BayIfSMV und des Rahmenkonzepts für Hochschulen (Nr. 3.4) zu beachten.
  • Für Präsenzveranstaltungen setzt jede Hochschule eigenverantwortlich geeignete und infektionsschutzgerechte Raumnutzungskonzepte um, die sie in ihrem Infektionsschutzkonzept darzustellen hat.

Die Hochschulen haben ein individuelles Infektionsschutzkonzept nach Maßgabe des § 6 14. BayIfSMV zu erstellen und zu beachten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

Darüber hinaus gelten alle (weiteren) allgemeinen Vorgaben, Hinweise und Empfehlungen zur Hygiene und zum Infektionsschutz.

Die bayerischen Hochschulen setzen ihre individuellen Infektionsschutzkonzepte eigenverantwortlich – in Abhängigkeit vom jeweiligen Infektionsgeschehen – mit möglichst umfassenden und wirksamen Infektionsschutzmaßnahmen um.

Weitergehende oder ergänzende beziehungsweise strengere Anordnungen, Vorgaben und Maßnahmen der jeweiligen Hochschule und der zuständigen Gesundheitsbehörde sind zu beachten. 

Die bayerischen Infektionsschutzregelungen gelten auch für Hochschulen, die ihren Sitz zwar nicht in Bayern haben, aber in Bayern Studiengänge anbieten.

Die weiterhin dynamischen und damit unvorhersehbaren Entwicklungen im Infektionsgeschehen der COVID-19-Pandemie unterliegen einer fortwährenden und sorgfältigen Beobachtung, damit jederzeit nachgesteuert werden kann.

Die Organisation und konkrete Ausgestaltung der hochschulischen Lehre liegen grundsätzlich in der Eigenverantwortung der jeweiligen Hochschule im Rahmen der geltenden Rechtsvorgaben.

Bitte informieren Sie sich daher – bereits im Vorfeld – unmittelbar bei Ihrer Hochschule über die vor Ort jeweils aktuell geltenden Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben.

Informationen der staatlichen Hochschulen in Bayern finden Sie unten unter Weitere Informationen der staatlichen Hochschulen zu Corona.

Welche besonderen Regelungen gelten anlässlich der Corona-Pandemie für den Nachweis bestimmter Qualifikations- und Zugangsvoraussetzungen?

Gemäß dem Gesetz zur Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes und des Bayerischen Hochschulpersonalgesetzes vom 9. April 2021 gelten – unter anderem – folgende neu gefasste hochschulgesetzliche Regelungen zu Nachweisfristen:

  • Für Eignungsprüfungen und Eignungsfeststellungsverfahren nach Art. 44 Abs. 2 bis 4 BayHSchG, das für den Hochschulzugang von qualifizierten Berufstätigen erforderliche Beratungsgespräch nach Art. 45 Abs. 1 und 2 BayHSchG und das besondere Prüfungsverfahren nach Art. 45 Abs. 2 BayHSchG gilt:

Die Hochschule kann für die Immatrikulation in das Studium zum Wintersemester 2020/2021 bis zum Wintersemester 2021/2022 durch Satzung zulassen, dass das Studium bereits vor vollständig bestandener Prüfung zum Nachweis der besonderen Qualifikationsvoraussetzungen nach Art. 44 Abs. 2 bis 4 BayHSchG aufgenommen werden kann, wenn diese Prüfung wegen der COVID-19-Pandemie nicht oder nicht vollständig angeboten wurde oder die Anreise aufgrund von pandemiebedingten Reisebeschränkungen unverschuldet nicht möglich war. Der Nachweis der besonderen Qualifikationsvoraussetzungen nach Art. 44 Abs. 2 bis 4 BayHSchG ist spätestens bis zum Ende des Semesters zu erbringen, in dem die o. g. Hindernisse entfallen. Andernfalls erlischt die Immatrikulation zum Ende des Semesters, in dem die Hindernisse entfallen sind. Diese Regelungen gelten entsprechend, soweit das für den Hochschulzugang von qualifizierten Berufstätigen erforderliche Beratungsgespräch nach Art. 45 Abs. 1 und 2 BayHSchG oder das besondere Prüfungsverfahren nach Art. 45 Abs. 2 BayHSchG durch die COVID-19-Pandemie erschwert oder unmöglich gemacht wurde.

  • Für den Nachweis der Zugangsvoraussetzungen für ein Masterstudium, Art. 43 Abs. 5 BayHSchG, gilt:

Für Studentinnen und Studenten, die ihr Masterstudium im Wintersemester 2019/2020, im Sommersemester 2020, im Wintersemester 2020/2021 oder im Sommersemester 2021 begonnen haben, kann die Hochschule auf Antrag die Jahresfrist für den Nachweis der Zugangsvoraussetzungen für ein Masterstudium gemäß Art. 43 Abs. 5 Satz 3 BayHSchG um bis zu einem halben Jahr verlängern, wenn die Studentinnen und Studenten aufgrund der COVID-19-Pandemie ohne Verschulden verhindert waren, die Frist einzuhalten.

Mit dem o. g. Gesetz wurde zudem die Regelung für elektronische Fernprüfungen nun ausdrücklich auch auf Prüfungen oder Verfahren mit Prüfungscharakter erstreckt, die z. B. bei Eignungsprüfungen, Eignungsfeststellungsverfahren oder bei Verfahren zum Nachweis der studiengangspezifischen Eignung für den Zugang zu einem Masterstudiengang durchgeführt werden. 

Bitte wenden Sie sich mit Fragen und Anliegen betreffend die genannten Qualifikations- und Zugangsvoraussetzungen unmittelbar an die jeweilige Hochschule.

Müssen Online-Lehrangebote im Hinblick auf die BAföG-Förderung in gleichem Umfang genutzt werden wie andere Lehrangebote?

Ja. Studentinnen und Studenten, die BAföG-Leistungen beziehen, müssen auch im Sommersemester 2020 ihre Ausbildung tatsächlich fortführen und deshalb – entsprechend ihren Möglichkeiten – Online-Angebote im gleichen Umfang wie bei Lehrveranstaltungen im Rahmen des sonst üblichen Lehrbetriebs nutzen.

Bitte informieren Sie sich bei Fragen zur Ausbildungsförderung nach dem BAföG unmittelbar bei dem für Ihre Förderung zuständigen Amt für Ausbildungsförderung.

Welche Möglichkeiten haben Studierende, denen infolge der COVID-19-Pandemie Engpässe in der Finanzierung ihres Studiums entstanden sind?

Das zentrale Instrument zur Studienfinanzierung ist auch während der Corona-Krise das BAföG.

Um Studentinnen und Studenten in der aktuellen Corona-Krise wegen sich ändernder eigener Einkommensverhältnisse oder derjenigen der Eltern möglichst schnell finanziell unter die Arme greifen zu können, sieht das BAföG Hilfsinstrumente für kurzfristigen Zahlungsbedarf vor, wie z.B. Abschlagszahlungen bei Neuanträgen (§ 51 Abs. 2 BAföG), Vorbehaltsbewilligung bei Folgeanträgen (§ 50 Abs. 4 BAföG) oder die Möglichkeit von Aktualisierungsanträgen (§ 24 Abs. 3 BAföG).

Weiterführende Informationen zum BAföG stehen unter www.bafög.de zur Verfügung.

Bitte informieren Sie sich bei Fragen zur Ausbildungsförderung nach dem BAföG unmittelbar bei dem für Ihre Förderung zuständigen Amt für Ausbildungsförderung.

Darüber hinaus gilt für die vom Bund gewährte Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingter Notlage das Folgende (Stand: 19. März 2021):

  • Studentinnen und Studenten können bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein – zunächst – zinsloses Darlehen beantragen. Der Zinssatz des Darlehens in Höhe von 0 % gilt (Stand: 19. März 2021) bis Ende des Jahres 2021. Das Darlehen hat eine Höhe von bis zu 650 Euro im Monat und kann online beantragt werden (weitere Informationen sind unter www.kfw.de/studienkredit-coronahilfe abrufbar).
  • Am 20. November 2020 hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Zuschuss im Rahmen der Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingter Notlage bis zum Ende des Wintersemesters 2020/2021 wieder eingesetzt. Am 19. März 2021 haben das BMBF und das Deutsche Studentenwerk e.V. (DSW) in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt gegeben, die Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingten Notlagen auch im gesamten Sommersemester 2021 anzubieten. Anträge auf einen Zuschuss bis zu 500 Euro im Monat sind wieder online (unter www.überbrückungshilfe-studierende.de) möglich.

Antworten auf häufig gestellte Fragen finden sich in den FAQ des BMBF zur Überbrückungshilfe für Studierende.

Das Deutsche Studentenwerk e.V. hat Antworten auf vielfältige Fragen z. B. zum Verlust des Nebenjobs, zu Mietkosten oder Studienkrediten online zusammengestellt.

Wie wirkt es sich auf das BAföG aus, wenn BAföG-Empfängerinnen und BAföG-Empfänger im Kampf gegen Corona tätig sind und dafür entlohnt werden?

Mit dem Gesetz zur Unterstützung von Wissenschaft und Studierenden aufgrund der COVID-19-Pandemie (Wissenschafts- und Studierendenunterstützungsgesetz) vom 25. Mai 2020 wurde – rückwirkend zum 1. März 2020 – eine Anrechnungsregelung in das BAföG aufgenommen (§ 21 Abs. 4 Nr. 5 BAföG), wonach zusätzliche Einnahmen aus einer Tätigkeit in systemrelevanten Branchen und Berufen, soweit die Tätigkeit zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie und deren sozialen Folgen seit dem 1. März 2020 aufgenommen oder in ihrem arbeitszeitlichen Umfang aufgestockt wurde, für die Dauer dieser Tätigkeit oder Arbeitszeitaufstockung nicht als Einkommen gilt.

Bitte informieren Sie sich bei Fragen zur Ausbildungsförderung nach dem BAföG unmittelbar bei dem für Ihre Förderung zuständigen Amt für Ausbildungsförderung.

Was gilt in Bezug auf die Förderhöchstdauer bei der BAföG-Förderung?

Die Förderungshöchstdauer für den Bezug von Ausbildungsförderung nach dem BAföG entspricht der Regelstudienzeit (§ 15a Abs. 1 BAföG).

Studentinnen und Studenten, die aufgrund der Folgen der COVID-19-Pandemie nicht alle vorgesehenen Leistungen erbringen können, sollen auch weiterhin möglichst keine Nachteile hinsichtlich Regelungen erfahren, die z. B. die Regelstudienzeiten aufgreifen.

Mit dem Gesetz zur Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes und des Bayerischen Hochschulpersonalgesetzes vom 9. April 2021 sind unter anderem die hochschulgesetzlichen Bestimmungen zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie aus dem Sommersemester 2020 verlängert und auf das Wintersemester 2020/2021 sowie auf das Sommersemester 2021 erstreckt worden.

Zu diesen Bestimmungen gehört auch die Regelung zur individuellen Regelstudienzeit. Nach dieser Regelung – in neuer Fassung – gilt für die im Sommersemester 2020, im Wintersemester 2020/2021 oder im Sommersemester 2021 in einem Studiengang an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule immatrikulierten und nicht beurlaubten Studierenden eine von der Regelstudienzeit abweichende individuelle Regelstudienzeit. Die individuelle Regelstudienzeit entspricht der Regelstudienzeit verlängert um ein Semester für jedes Semester, in dem die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Damit wird eine – automatische – entsprechende Verlängerung der BAföG-Förderungshöchstdauer um jeweils ein Semester, für das diese Voraussetzungen vorliegen, erreicht.

Bitte informieren Sie sich bei Fragen zur Ausbildungsförderung nach dem BAföG (insbesondere im Hinblick auf zu stellende Anträge und Fristen) unmittelbar bei dem für Ihre Förderung zuständigen Amt für Ausbildungsförderung.

Weiterführende Informationen zum BAföG stehen auch unter www.bafög.de zur Verfügung.

Was gilt für Erasmus-Studierende, deren geplante Reise bzw. Aufenthalt sich durch Corona ändert?

Studentinnen und Studenten können sich mit Fragen zur Planung von studienbezogenen Auslandsaufenthalten während der COVID-19-Pandemie unmittelbar an ihre Hochschule wenden.

Die bayerischen Hochschulen unterhalten rund 5.800 offizielle Partnerschaften mit internationalen Hochschulen. Dabei vereinbaren sie mit den Partnerhochschulen die jeweiligen Bedingungen für die Auslandsaufenthalte und die Einbindung in den Studienablauf. Sofern infolge der Corona-Pandemie die Bedingungen für (geplante) Auslandsaufenthalte infrage stehen, obliegt eine Anpassung der Bedingungen den Hochschulen entsprechend den örtlichen und fachlichen Gegebenheiten im Zusammenwirken mit der jeweiligen Partnerhochschule.

Speziell für Erasmus-Studentinnen und -Studenten hat die EU-Kommission mitgeteilt, dass bei Änderungen der Reisepläne (Rückkehr, Absage) unter bestimmten Umständen die Kosten bis zur Höhe des vorher vereinbarten Gesamtstipendiums erstattet werden können. Den Erasmus-Studentinnen und ‑Studenten wird empfohlen, Kontakt mit ihrer (Heimat-)Hochschule aufzunehmen. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD):

Dürfen Präsenzprüfungen an den Hochschulen in Bayern stattfinden? Welche Infektionsschutzregeln gelten für Hochschulpräsenzprüfungen?

Ja, Hochschulprüfungen in Präsenzform können auch weiterhin grundsätzlich durchgeführt werden. Die bayerischen Hochschulen gewährleisten vor Ort in eigener Verantwortung mit möglichst umfassenden und wirksamen Infektionsschutzmaßnahmen, dass alle geltenden Vorgaben und Empfehlungen zum Infektionsschutz für alle Prüfungsbeteiligten umgesetzt werden. Es gelten die allgemeinen Bestimmungen, Empfehlungen und Hinweise zur Hygiene und zum Infektionsschutz.

Für Präsenzprüfungen gelten insbesondere die Vorgaben der Vierzehnten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (14. BayIfSMV) vom 1. September 2021, die derzeit befristet bis zum Ablauf des 1. Oktober 2021 in Kraft ist, und des Rahmenkonzeptes für Hochschulen vom 21. September 2021 (Bekanntmachung vom 21. September 2021, BayMBl. 2021 Nr. 669), das seit dem 22. September 2021 in Kraft ist.

  • Jede Hochschule trifft die für die infektionsschutzgerechte Durchführung von Prüfungen geeigneten Maßnahmen und legt diese in ihrem Infektionsschutzkonzept fest (Rahmenkonzept für Hochschulen, Nr. 5).
  • Zur Maskenpflicht ist vor allem § 2 14. BayIfSMV zu beachten: An den Hochschulen gilt in Gebäuden und geschlossenen Räumen nach den allgemeinen Regeln (§ 2 Abs. 1 Satz 1 14. BayIfSMV) grundsätzlich die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske (Maskenpflicht). Die Maskenpflicht gilt aber unter anderem nicht am festen Sitz-, Steh- oder Arbeitsplatz, soweit zuverlässig ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen gewahrt wird, die nicht dem eigenen Hausstand angehören (§ 2 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 14. BayIfSMV); dies gilt in diesem Fall beispielsweise auch für Vortragende. Die Hochschule hat ein Wahlrecht, ob bei durchgängiger Maskenpflicht auf die Einhaltung von Mindestabständen verzichtet wird oder unter Wegfall der Maskenpflicht am Platz zwischen festen Plätzen ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten wird (Rahmenkonzept für Hochschulen, Nr. 5).
  • Für Prüfungen (einschließlich aller Prüfungsbestandteile) gilt (gemäß § 3 Abs. 3 14. BayIfSMV und dem Rahmenkonzept für Hochschulen, Nr. 2.1) eine Ausnahme von der 3G-Regel.

  • Auch für Prüfungen setzt jede Hochschule eigenverantwortlich geeignete und infektionsschutzgerechte Raumnutzungskonzepte um, die sie in ihrem Infektionsschutzkonzept darzustellen hat.

  • Die Entscheidung darüber, ob eine Präsenzprüfung unter Einhaltung der jeweils geltenden Vorgaben zum jeweiligen Zeitpunkt durchgeführt werden kann, trifft die jeweilige Hochschule eigenverantwortlich – gegebenenfalls in Abstimmung mit der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörde. Der Schutz von Leben und Gesundheit genießt jederzeit höchste Priorität. 

Weitergehende oder ergänzende beziehungsweise strengere Anordnungen, Vorgaben und Maßnahmen der jeweiligen Hochschule und der zuständigen Gesundheitsbehörde sind zu beachten.

Die bayerischen Hochschulen sichern gleichzeitig auch unter den Bedingungen der COVID-19-Pandemie – eigenverantwortlich – die Einhaltung der geltenden prüfungsrechtlichen Bestimmungen und Grundsätze ab, insbesondere des Gebots der Chancengleichheit. 

In Umsetzung der einschlägigen prüfungsrechtlichen Bestimmungen – insbesondere zum Prüfungsrücktritt und zur Prüfungsversäumnis – dürfen sich Umstände, die dazu führen, dass Studentinnen und Studenten nicht an einer Prüfung teilnehmen können, ohne dass sie diese Umstände zu vertreten haben, prüfungsrechtlich nicht nachteilig für sie auswirken. Dies gilt insbesondere auch für Fälle, in denen Studentinnen und Studenten z. B. aufgrund der geltenden Infektionsschutzregelungen, wegen einer Quarantäne oder einer Erkrankung (z. B. mit COVID-19) ohne ihr Verschulden außerstande sind, eine Prüfung zum eigentlich vorgesehenen Prüfungstermin abzulegen. Prüfungsrechtliche Nachteile drohen daher gerade auch in diesen Fällen nicht.

Bitte informieren Sie sich bei Fragen zu hochschulischen Prüfungsangelegenheiten und – bereits im Vorfeld – über die vor Ort jeweils aktuell geltenden Hygiene- und Schutzvorgaben unmittelbar bei Ihrer Hochschule.

Was gilt für digitale Prüfungsformate? Was gilt speziell für elektronische Fernprüfungen?

Hochschulgesetzlich gilt, dass die Hochschulen – in eigener Zuständigkeit und Verantwortung – die Form und das Verfahren ihrer Hochschulprüfungen in ihren Hochschulprüfungsordnungen festlegen. Dies gilt auch für digitale Prüfungsformate. 

Für elektronische Fernprüfungen – also Prüfungen, die von den Studentinnen und Studenten nicht an der Hochschule, sondern unter Videoaufsicht (insbesondere bei schriftlichen Prüfungen) oder Nutzung eines Videokonferenzsystems (insbesondere bei mündlichen Prüfungen) an einem von den Studentinnen und Studenten selbst gewählten Ort abgelegt werden – hat das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst mit der Verordnung zur Erprobung elektronischer Fernprüfungen an den Hochschulen in Bayern (Bayerische Fernprüfungserprobungsverordnung – BayFEV) vom 16. September 2020 die Rahmenbedingungen festgelegt. So regelt sie wesentliche Grundsätze beispielsweise zum Datenschutz, zur Authentifizierung der Prüflinge, zur Videoaufsicht oder zum Umgang mit technischen Störungen. Die BayFEV stellt einen Rechtsrahmen für die Prüferinnen und Prüfer sowie für die Studentinnen und Studenten an allen Hochschulen des Freistaats dar, der insbesondere den Studentinnen und Studenten einen Studienfortschritt auch dann ermöglichen soll, wenn eine Präsenzprüfung pandemiebedingt nicht möglich sein sollte. Die Teilnahme an elektronischen Fernprüfungen ist freiwillig. Dies ist grundsätzlich auch dadurch sicherzustellen, dass eine termingleiche Präsenzprüfung als Alternative angeboten wird. Das Gesetz zur Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes und des Bayerischen Hochschulpersonalgesetzes vom 9. April 2021 hat diese Regelungen auch auf mündliche Promotionsprüfungen erstreckt.

Bitte informieren Sie sich bei Fragen zu hochschulischen Prüfungsangelegenheiten unmittelbar bei Ihrer Hochschule.

Was gilt für Regeltermine und Fristen bei Hochschulprüfungen? Kann ich Hochschulprüfungen, für die Fristen und Regeltermine gelten, ohne prüfungsrechtliche Nachteile verschieben?

Im Hinblick auf Regeltermine und Fristen, die in den für Studiengänge maßgeblichen Prüfungsordnungen festgelegt sind, gilt:

Mit Gesetz vom 24. Juli 2020 ist unter anderem eine hochschulgesetzliche Regelung getroffen worden, wonach das Sommersemester 2020 in Bezug auf die in den für Studiengänge maßgeblichen Prüfungsordnungen festgelegten Regeltermine und Fristen nicht als Fachsemester gilt. Damit verschieben beziehungsweise verlängern sich Fachsemester- und damit auch Regelstudienzeit-gebundene Regeltermine und Fristen automatisch. Das bedeutet: Eine Einzelfallprüfung, bei der Studentinnen und Studenten nachweisen müssten, dass sie für das Versäumnis kein Verschulden trifft, ist nicht erforderlich. Damit wird der Sondersituation im Sommersemester 2020 in prüfungsrechtlicher Hinsicht Rechnung getragen werden. Denn diese gesetzliche Regelung richtet sich gezielt darauf, nachteilige prüfungsrechtlichen Konsequenzen – nämlich die Nichtbestehensfiktion bei Nichtantritt der infrage stehenden Prüfungen – zu verhindern, und den Studentinnen und Studenten damit einen zeitlichen Spielraum für die Ablegung von Prüfungen zu eröffnen.

Diese Regelung wurde durch das Gesetz zur Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes und des Bayerischen Hochschulpersonalgesetzes vom 9. April 2021 auf das Wintersemester 2020/2021 sowie das Sommersemester 2021 erstreckt.

Damit können Studentinnen und Studenten ihre Hochschulprüfungen ohne nachteilige Auswirkungen auf Fristen oder Regeltermine verschieben.

Gleichzeitig gilt, dass alle Prüfungen, die im Sommersemester 2020, im Wintersemester 2020/2021 und im Sommersemester 2021 abgelegt worden sind oder werden, zählen und die entsprechenden ECTS-Punkte erworben werden konnten und können.

Studentinnen und Studenten, die aufgrund der Folgen der COVID-19-Pandemie nicht alle vorgesehenen Leistungen erbringen können, sollen auch weiterhin möglichst keine Nachteile hinsichtlich Regelungen erfahren, die z. B. die Regelstudienzeiten aufgreifen.

Bitte informieren Sie sich bei Fragen zu hochschulischen Prüfungsangelegenheiten unmittelbar bei Ihrer Hochschule.

Wurden die hochschulrechtlichen Bestimmungen zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie aus dem Sommersemester 2020 auf das Wintersemester 2020/2021 und das Sommersemester 2021 übertragen? Zählen diese Semester als Fachsemester?

Ja, das Sommersemester 2020, das Wintersemester 2020/2021 und das Sommersemester 2021 zählen als Fachsemester.

Im Hinblick auf das Wintersemester 2020/2021 und das Sommersemester 2021 wird auf Folgendes hingewiesen:

Studentinnen und Studenten, die aufgrund der Folgen der COVID-19-Pandemie nicht alle vorgesehenen Leistungen erbringen können, sollen auch weiterhin möglichst keine Nachteile hinsichtlich Regelungen erfahren, die z.B. die Regelstudienzeiten aufgreifen.

Mit dem Gesetz zur Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes und des Bayerischen Hochschulpersonalgesetzes vom 9. April 2021 sind unter anderem die hochschulgesetzlichen Bestimmungen zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie aus dem Sommersemester 2020 verlängert und auf das Wintersemester 2020/2021 sowie auf das Sommersemester 2021 erstreckt worden.

Kann eine ehrenamtliche Tätigkeit von Studierenden, die dazu beiträgt, der Corona-Pandemie zu begegnen, im Studium angerechnet werden?

In Zeiten der Corona-Pandemie wird in vielen Bereichen jede helfende Hand gebraucht, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen bzw. den Auswirkungen zu begegnen. 

Für Studentinnen und Studenten, die sich ehrenamtlich engagieren, besteht die Möglichkeit, dass diese Tätigkeit auf das Studium angerechnet wird, wenn Gleichwertigkeit zu den im Studiengang zu erwerbenden Kompetenzen besteht. Die Gleichwertigkeit muss bezüglich Inhalt und Niveau bestehen und ist damit davon abhängig, welche Anforderungen an die benötigten Praktika oder entsprechenden Module des jeweiligen Studiengangs gestellt werden. Inwiefern Gleichwertigkeit gegeben ist, prüft die jeweilige Hochschule für den jeweiligen Einzelfall u.a. auf Basis der Studien- und Prüfungsordnungen der jeweiligen Studiengänge.

Darüber hinaus sind spezielle Regelungen zu beachten, wie beispielsweise im Bereich der Medizin, in dem die Approbationsordnung für Ärzte abstrakt regelt, in welchem Umfang verschiedene Tätigkeiten auf das Medizinstudium angerechnet werden. Die konkrete Entscheidung trifft hier das bei der Regierung von Oberbayern eingerichtete Landesprüfungsamt bei der Anmeldung zu einer Prüfung.

Was gilt für die Hochschulbibliotheken?

Für Hochschulbibliotheken gelten insbesondere die Vorgaben der Vierzehnten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (14. BayIfSMV) vom 1. September 2021, die derzeit befristet bis zum Ablauf des 1. Oktober 2021 in Kraft ist, und des Rahmenkonzeptes für Hochschulen vom 21. September 2021 (Bekanntmachung vom 21. September 2021, BayMBl. 2021 Nr. 669), das seit dem 22. September 2021 in Kraft ist.

  • Zur Maskenpflicht ist vor allem § 2 14. BayIfSMV zu beachten: In Hochschulbibliotheken gilt nach den allgemeinen Regeln (§ 2 Abs. 1 Satz 1 14. BayIfSMV) grundsätzlich die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske (Maskenpflicht). Die Maskenpflicht gilt unter anderem nicht am festen Sitz-, Steh- oder Arbeitsplatz, soweit zuverlässig ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen gewahrt wird, die nicht dem eigenen Hausstand angehören (§ 2 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 14. BayIfSMV) oder auch für das Personal, soweit in Kassen- und Thekenbereichen durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist (§ 2 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 14. BayIfSMV).
  • Für die 3G-Regel gilt insbesondere § 3 14. BayIfSMV: Überschreitet im Gebietsbereich einer Kreisverwaltungsbehörde die 7-Tage-Inzidenz den Wert von 35, so darf im Hinblick auf geschlossene Räume der Zugang auch zu den Hochschulen und Bibliotheken vorbehaltlich speziellerer Regelungen der 14. BayIfSMV außerhalb einer zum Betrieb oder Durchführung nötigen beruflichen oder gemeinwohldienlichen ehrenamtlichen Tätigkeit nur durch solche Personen erfolgen, die im Sinne der einschlägigen Vorschriften der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung (SchAusnahmV) geimpft, genesen oder getestet sind. Es besteht die Verpflichtung zur Überprüfung der vorzulegenden Impf-, Genesenen- oder Testnachweise. Die Nichteinhaltung der 3G-Regel ist bußgeldbewehrt (§ 19 Nr. 2 14. BayIfSMV).
  • Eine Kontaktdatenerfassung ist bei den Hochschulbibliotheken nicht verbindlich vorgeschrieben. Soweit die Hochschulen Kontaktdaten erfassen, sind die Vorgaben des § 5 14. BayIfSMV und des Rahmenkonzepts für Hochschulen (Nr. 3.4) zu beachten.
  • Die Hochschulen haben ein individuelles Infektionsschutzkonzept nach Maßgabe des § 6 14. BayIfSMV zu erstellen und zu beachten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

Auch für die Nutzung der Hochschulbibliotheken setzt jede Hochschule eigenverantwortlich geeignete und infektionsschutzgerechte Raumnutzungskonzepte um, die sie in ihrem Infektionsschutzkonzept darzustellen hat.

Daneben bleiben in Bibliotheken auch die Online- und Versandleihe und die Abholung von bestellten Büchern und Medien zulässig.

Ergänzende beziehungsweise weitergehende Anordnungen, Vorgaben und Maßnahmen der zuständigen Gesundheitsbehörde sind zu beachten.

Die weiterhin dynamischen und damit unvorhersehbaren Entwicklungen im Infektionsgeschehen der COVID-19-Pandemie unterliegen einer fortwährenden und sorgfältigen Beobachtung, damit jederzeit nachgesteuert werden kann.

Bitte wenden Sie sich bei Einzelfragen zu den Hochschulbibliotheken unmittelbar an Ihre Hochschule.

Was gilt für Lehraufträge (auch) vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie?

Lehrbeauftragte sind selbstständig Beschäftigte. Die Folgen einer Verschiebung oder der temporären Einstellung des Lehrbetriebs richten sich daher nach den konkreten inhaltlichen Festlegungen der Bestellung.

Erfolgt die Umstellung auf Onlineangebote in der Gestalt, dass eine als Präsenzlehrveranstaltung geplante Lehrveranstaltung gefilmt und online bereitgestellt wird, dann werden die so geleisteten Lehrveranstaltungen entsprechend einer Präsenzveranstaltung vergütet. Die Hochschule stellt hierfür die erforderliche technische Unterstützung bereit.

Im Fall der Verlegung der Lehrveranstaltung innerhalb des Semesters kann der Lehrauftrag in aller Regel weiterhin auftragsgemäß erfüllt und (zu einem späteren Zeitpunkt) vergütet werden. Die Hochschule kann dem einzelnen Lehrbeauftragten eine angemessene Vorschusszahlung im Hinblick auf den zeitlich verzögerten Abruf des Lehrauftrags gewähren.

Ist die tatsächliche Erfüllung des Auftrags unmöglich geworden, prüft die Hochschule den Widerruf des Lehrauftrags. Die oder der Lehrbeauftragte erhält dann für die ausgefallenen Veranstaltungen die für diesen Fall vorab vereinbarte Kompensationsleistung. Sollte eine solche Kompensationsfestlegung nicht erfolgt sein, ist im Nachhinein ein angemessener Betrag zu bestimmen.

Was gilt für freie Prüfungsversuche („Freiversuche“) bei Hochschulprüfungen?

Hochschulgesetzlich gilt, dass die Hochschulen – in eigener Zuständigkeit und Verantwortung – die Form und das Verfahren ihrer Hochschulprüfungen in ihren Hochschulprüfungsordnungen festlegen.

Unter Wahrung des Grundsatzes der Chancengleichheit haben die Hochschulen auch die Möglichkeit, in ihren Hochschulprüfungsordnungen z. B. Regelungen zu freien Prüfungsversuchen („Freiversuchen“) in Bezug auf ihre Hochschulprüfungen zu treffen.

Bitte informieren Sie sich bei Fragen zu hochschulischen Prüfungsangelegenheiten unmittelbar bei Ihrer Hochschule.

FAQ: Hochschulforschung

Welche Konsequenzen ergeben sich für den Forschungsbetrieb?

Der Forschungsbetrieb läuft, auch die Verwaltung arbeitet weiter. Selbstverständlich ist dabei große Achtsamkeit geboten und besonderes Augenmerk auf die Einhaltung aller Vorgaben und Empfehlungen zur Hygiene zu legen.

Weitere Informationen der staatlichen Hochschulen zu Corona

Hochschulen für angewandte Wissenschaften

HAW Aschaffenburg:
https://www.th-ab.de/ueber-uns/presse-aktuelles/informationen-zum-coronavirus/

HAW Ansbach:
https://www.hs-ansbach.de/startseite/corona-haeufige-fragen/

HAW Coburg:
https://www.hs-coburg.de/ueber-uns/veranstaltungen/coburg-contra-corona.html#c8637

HAW Landshut:
https://www.haw-landshut.de/aktuelles/coronavirus.html

TH Nürnberg:
https://www.th-nuernberg.de/einrichtungen-gesamt/zentrale-einrichtungen/hochschulservice-fuer-familie-gleichstellung-und-gesundheit/informationen-rund-um-die-situation-der-corona-pandemie/

TH Rosenheim:
https://www.th-rosenheim.de/die-hochschule/aktuelles/faq-in-bezug-auf-corona/

HAW Würzburg-Schweinfurt:
https://www.fhws.de/hochschule/die-fhws/aktuelles-zum-coronavirus/

TH Deggendorf:
https://www.th-deg.de/de/hochschule/aktuelles-zum-coronavirus

TH Ingolstadt:
https://www.thi.de/hochschule/corona-updates

HAW Neu-Ulm:
https://www.hnu.de/hochschule/corona-hygieneregeln

https://www.hnu.de/studium/im-studium/faq-zur-verschiebung-der-praesenzveranstaltungen.

HAW Augsburg:
https://www.hs-augsburg.de/Kommunikation/Informationen-und-Umgang-mit-Corona-Virus-Sars-CoV-2.html

HAW Kempten:
https://www.hs-kempten.de/hochschule/aktuelles/coronavirus

HAW München:
https://www.hm.edu/sekundaer_navigation/presse/corona_virus/index.de.html

OTH Regensburg:
https://www.oth-regensburg.de/index.php?id=6340

HAW Weihenstephan-Triesdorf:
https://www.hswt.de/hochschule/coronavirus.html

OTH Amberg-Weiden:
https://www.oth-aw.de/informieren-und-entdecken/aktuelles/neuigkeiten/news/202007106116-informationen-zum-coronavirus/

HAW Hof:
https://www.hof-university.de/studierende/infos-zu-covid-praeventionsmassnahmen.html

FAQ: Hilfen im Kunst- und Kulturbereich

Wie ist das Soloselbstständigenprogramm für Künstlerinnen und Künstler zum Ersatz des Unternehmerlohns ausgestaltet?

Mit dem am 18. Dezember 2020 angelaufenen Soloselbstständigenprogramm für Künstlerinnen und Künstler hat das Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst ein weiteres wichtiges Instrument auf den Weg gebracht, um Kunst und Kultur im Freistaat aufrechtzuerhalten. Infolge der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Schließung von Kultureinrichtungen sowie der Absage von zahlreichen Veranstaltungen kommt es bei Künstlerinnen und Künstlern sowie Angehörigen kulturnaher Berufe zu erheblichen wirtschaftlichen Härten. Daher ist für Künstlerinnen und Künstler sowie Angehörige kulturnaher Berufe zur Sicherung ihrer privaten wirtschaftlichen Existenz und zur Deckung privater Lebenshaltungskosten eine gesonderte Finanzhilfe zur Abfederung erheblicher Umsatzrückgänge erforderlich.

Im Rahmen des Soloselbstständigenprogramms konnten seit dem 18. Dezember 2020 Finanzhilfen in Form eines fiktiven Unternehmerlohns zur Sicherung des Lebensunterhalts in Höhe von monatlich bis zu 1.180 Euro elektronisch beantragt werden. Eine Antragstellung für den Zeitraum von Juli bis Dezember 2021 ist noch bis zum 31. Dezember 2021 möglich.

Antragsberechtigt sind Künstlerinnen und Künstler sowie Angehörige kulturnaher Berufe mit bestehendem Hauptwohnsitz in Bayern, die spätestens seit 1. Februar 2020 eine künstlerische, publizistische oder kulturnahe Tätigkeit erwerbsmäßig und nicht nur vorübergehend ausüben. Voraussetzung hierfür ist, dass sie nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz versichert sind oder ihren Lebensunterhalt überwiegend aus erwerbsmäßiger künstlerischer oder publizistischer Tätigkeit oder aus einer Tätigkeit in kulturnahen Bereichen bestreiten. Antragsvoraussetzung ist ferner ein erheblicher Umsatzrückgang von mindestens 30 Prozent durch Einnahmeausfälle aufgrund der Corona-Pandemie. Vergleichszeitraum ist dabei grundsätzlich das Kalenderjahr 2019. Für Berufseinsteiger sowie für Personen, die im Jahr 2019 aus familiären Gründen wie Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen oder wegen Krankheit nicht erwerbstätig waren,  bestehen Sonderregelungen. Zum Nachweis des Umsatzrückgangs kann sich der Antragsteller der Mithilfe eines Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers bedienen. Die hierfür nachgewiesenen Kosten werden erstattet, soweit sie angemessen sind.

Die Höhe der gewährten Finanzhilfe ergibt sich aus den durchschnittlichen monatlichen Gesamteinnahmen des Antragstellers im Antragszeitraum verglichen mit den durchschnittlichen monatlichen Gesamteinnahmen im Vergleichszeitraum, maximal jedoch 1.180 Euro pro Antragsmonat, sowie dem Ersatz etwaiger Kosten für Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer. Für den Zeitraum, für den der Antragsteller bereits Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) zur Sicherung des Lebensunterhalts bezieht oder beantragt hat, besteht kein Anspruch auf Leistungen nach dem Soloselbstständigenprogramm. 

Der Vollzug des Programms erfolgt durch die Regierungen mit Unterstützung von Bayern Innovativ. Anträge können auf folgender Website gestellt werden: https://www.bayern-innovativ.de/soloselbststaendigenprogramm

Dort finden Sie auch weitere Informationen zum Soloselbstständigenprogramm. Bei Fragen steht zudem von Montag bis Freitag zwischen 10 Uhr und 12 Uhr eine Hotline unter 089/2185-1942 zur Verfügung.

Werden andere öffentliche Unterstützungsleistungen angerechnet?

Andere öffentliche Unterstützungsleistungen, die einen vergleichbaren Zweck zur Sicherung des Lebensunterhalts verfolgen werden in voller Höhe angerechnet, soweit sich die Leistungszeiträume überschneiden.

Grundsätzlich nicht angerechnet werden öffentliche Unterstützungsleistungen, die einen anderen Zweck als die Sicherung des Lebensunterhalts verfolgen, dazu zählen zum Beispiel die „Überbrückungshilfe III“ des Bundes inklusive der Neustarthilfe, die Bayerische Lockdown-Hilfe für besonders betroffene Gebiete („Oktoberhilfe“), die außerordentlichen Wirtschaftshilfen des Bundes („November- und Dezemberhilfe“) sowie das Spielstätten- und Veranstalterprogramm des Freistaats Bayern. Allerdings ist eine sogenannte „Überkompensation“ unzulässig. Das bedeutet, dass die vorgenannten nicht anzurechnenden Unterstützungsleistungen bei zeitlicher Überschneidung anteilig angerechnet werden, soweit die Summe aller beantragten Unterstützungsleistungen die Höhe des monatlichen Umsatzrückgangs im Antragszeitraum überschreitet.

Wie ist das neue Stipendienprogramm für Künstlerinnern und Künstler beim Einstieg in die professionelle Laufbahn ausgestaltet?

Um Künstlerinnen und Künstler in der Anfangsphase ihres Schaffens trotz der derzeit widrigen Bedingungen die Arbeit an ihren Vorhaben zu ermöglichen und sie bei ihrer Professionalisierung zu unterstützen, bietet die Staatsregierung ab Anfang des Jahres 2021 5.000 Stipendien in Höhe von jeweils 5.000 Euro an.

Das Stipendienprogramm, das in enger Abstimmung mit einem Begleitausschuss, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern von Kunst- und Kulturverbänden, der Kreativwirtschaft sowie der freien Szene erarbeitet wurde, umfasst ein Gesamtvolumen von 25 Mio. Euro.

Die Vergabe der Stipendien erfolgt in Form von zeitlich begrenzten Aufrufen für eine Antragstellung („Calls“). Beginn und Schluss für die einzelnen Calls werden jeweils vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst bekanntgegeben. Pro antragstellender Person ist pro Call ein Antragsversuch möglich. Wer bereits ein Stipendium über das Stipendienprogramm bzw. eine Bewilligung für ein Stipendium erhalten hat, kann kein weiteres Stipendium erhalten.

Die Anträge für den zweiten Call des Stipendienprogramms können im Zeitraum von 1. Juli bis 31. August 2021 auf folgender Webseite gestellt werden:

https://www.bayern-innovativ.de/stipendienprogramm

Die Hotline für Informationen und Fragen zum Stipendienprogramm ist unter 0911/20671-344 von Montag bis Freitag von 10 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr zu erreichen.

Anfragen per E-Mail können an stipendienprogramm@bayerninnovativ.de gerichtet werden. Wir bitten um Verständnis, dass Fragen zu einzelnen Anträgen wie zum Bearbeitungsstand von dieser Hotline nicht beantwortet werden können.

Wie ist das Hilfsprogramm für Laienmusikvereine ausgestaltet?

Beim Hilfsprogramm für die Laienmusik in Bayern sind antragsberechtigt gemeinnützige Laienmusikvereine mit Sitz in Bayern, die in einem der Laienmusikverbände Mitglied sind. Gefördert werden musikalische Aktivitäten der Laienmusikvereine, wie Konzerte, GEMA-Kosten, besondere Maßnahmen aufgrund von Schutz- und Hygienekonzepten (dies beinhaltet auch die ggf. erforderliche vorübergehende Anmietung spezieller Proberäume) und Kosten für Ensembleleiter, die wegen Einnahmeausfällen aufgrund der Corona-Pandemie von den Vereinen nicht (vollständig) getragen werden können. Die Förderung bemisst sich am Förderbedarf und beläuft sich im Jahr 2021 auf bis zu 1.500 € pro Verein zzgl. bis zu 750 € pro weiterem Ensemble. Der Förderzeitraum wurde zwischenzeitlich verlängert und läuft damit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021. Die Antragstellung erfolgt erst zwischen dem 1. bis 31. Januar 2022 , also nach Ablauf des Förderzeitraums. Die Vereine sollten ihre Einnahmen und Ausgaben, die den Förderzeitraum betreffen, entsprechend dokumentieren.

Weitere Informationen finden sich auf der Homepage des Bayerischen Musikrates.

Wie ist das Spielstätten - und Veranstalterprogramm ausgestaltet?

Mit dem zum 1. Juli 2020 angelaufenen Spielstättenprogramm im Umfang von 40 Mio. € hat das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst ein wichtiges Instrument auf den Weg gebracht, um die Kunst und Kultur im Freistaat aufrechtzuerhalten.

Auf Grund des anhaltenden pandemischen Geschehens wird das Spielstättenprogramm bis 31. Dezember 2021 verlängert und zusätzlich dahingehend erweitert, dass eine Antragsberechtigung bei Mitgliedschaft in einem Amateur-Dachverband (z.B. Amateurtheater) und/oder bei gemeinnütziger Rechtsform bereits ab 6 künstlerischen Veranstaltungen p.a. im Referenzjahr vorliegt. In begründeten Einzelfällen kann als Referenzjahr statt dem Jahr 2019 auch das Jahr 2018 bzw. der Durchschnitt der Jahre 2015 - 2019 angegeben werden. Für Spielstätten bzw. Kulturveranstalter im ländlichen Raum gelten außerdem erleichterte Antragsvoraussetzungen. In die Verlängerung und Erweiterung des laufenden Programms investiert der Freistaat zusätzlich 10 Mio. €.

Antragsberechtigt im Rahmen des Spielstätten- und Veranstalterprogramms sind

  • Betreiberinnen und Betreiber von kleinen und mittleren Spielstätten (bis 1000 Plätze)

- im Bereich Theater, Musik, Kleinkunst und Kabarett
- mit Sitz in Bayern sowie

  • dezentrale Veranstalter ohne eigene Spielstätte,

- deren Tätigkeit schwerpunktmäßig und hauptverantwortlich auf die Organisation und Durchführung künstlerischer Veranstaltungen (maximaler Jahresumsatz 10 Mio. Euro) gerichtet ist.

Spielstätte und Kulturveranstalter dürfen dabei weder öffentlich getragen noch zu mehr als 50 Prozent öffentlich institutionell gefördert werden.

  • Die Spielstätte muss mit mindestens 24 künstlerischen Veranstaltungen bzw. im ländlichen Raum oder bei thematisch geschlossenen Programmreihen mit mindestens 12 künstlerischen Veranstaltungen pro Jahr bespielt werden,
  • die Tätigkeit des Kulturveranstalters muss mindestens 24 künstlerische Veranstaltungen bzw. im ländlichen Raum oder bei thematisch geschlossenen Programmreihen mindestens 12 künstlerische Veranstaltungen pro Jahr in Bayern umfassen,

wobei die Veranstaltungen jeweils allgemein öffentlich zugänglich sein müssen.

Neu geregelt wurde, dass eine Antragsberechtigung bei Mitgliedschaft in einem Amateur-Dachverband (z.B. Amateurtheater) und/oder bei gemeinnütziger Rechtsform bereits ab 6 künstlerischen Veranstaltungen p.a. im Referenzjahr vorliegt. In diesen Fällen wurde auch die Bagatellgrenze von 3.000 € auf 1.500 € abgesenkt.

Eine künstlerische Veranstaltung liegt bei kreativer Eigenleistung der Künstlerinnen und Künstler vor. Von den insgesamt durchgeführten Veranstaltungen muss die überwiegende Zahl einen künstlerischen Charakter vorweisen.

Die Höhe der Finanzhilfe bemisst sich am

  • Liquiditätsbedarf für das erste Halbjahr 2021 bzw.
  • dem zu erwartenden Liquiditätsbedarf für das zweite Halbjahr 2021,

was jeweils von einem Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer zu bestätigen ist. Berücksichtigungsfähig sind neben laufenden Sachkosten wie Mieten auch die Personalkosten einschließlich eines (fiktiven) Unternehmerlohns. Die finanziellen Höchstgrenzen der Finanzhilfe sind abhängig von der Zahl der Beschäftigten (bei voller Ausschöpfung der Laufzeit von jeweils 6 Monaten: bis 5 Mitarbeiter 50.000 € / bis 10 Mitarbeiter 100.000 € / über 10 Mitarbeiter 300.000 €).

Die Antragsfrist für Anträge zum ersten Halbjahr 2021 wurde bis zum 30.09.2021 verlängert. Anträge können weiterhin online über die Homepage der Bayern Innovativ gestellt werden.

  • Für Kulturveranstalter sowie für Spielstättenbetreiber, die bisher noch keinen Antrag im Rahmen des Spielstättenprogramms gestellt haben, ist die Antragstellung dabei rückwirkend zum 1. Januar 2021 möglich.
  • Für Spielstättenbetreiber, die bereits einen Antrag für das erste Halbjahr 2021 gestellt und dabei ihren Liquiditätsbedarf zu niedrig prognostiziert haben, besteht zudem die Möglichkeit, ebenfalls bis 30.09.2021 einmalig einen Änderungsantrag auf Erhöhung der Finanzhilfe zu stellen.

Die Antragsfrist für Anträge zum zweiten Halbjahr 2021 endet am 30. September 2022. Anträge zum zweiten Halbjahr 2021 können dann gestellt werden, wenn zuvor ein entsprechender Antrag beim Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen gestellt und verbeschieden wurde. Antragsteller sind zudem verpflichtet, einen Antrag auf Überbrückungshilfe III plus zu stellen, soweit sich die Antragszeiträume überschneiden.

Genauere Informationen zum Spielstätten- und Veranstalterprogramm finden Sie auf der Homepage der Bayern Innovativ.

Bei Fragen steht zudem auch weiterhin die Hotline der Bayern Innovativ unter

0911-20671-344 (Mo. - Fr. 10:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 16:00 Uhr) zur Verfügung.

Welche allgemeinen Finanzhilfen können selbstständige Künstlerinnen und Künstler sowie kulturelle Einrichtungen bei Liquiditätsengpässen, die durch die Corona-Pandemie verursacht wurden, beantragen?

Das bisherige Soforthilfeprogramm wurde durch die sog. Überbrückungshilfe, einem branchenübergreifenden Bundesprogramm zeitlich abgelöst. Die IHK für München und Oberbayern hat den Vollzug des Programms übernommen, welches nun verlängert wurde. Für die Fördermonate September bis Dezember 2020 können die Anträge bis 31. Januar 2021 hier gestellt werden. Eine weitere Verlängerung der Überbrückungshilfe des Bundes bis Ende Juni 2021 wurde bereits beschlossen. Die Überbrückungshilfe wird ergänzt durch die Novemberhilfe und die Dezemberhilfe des Bundes.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Darüber hinaus geben das Bayerische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft (Staatliche Hilfen – Das Bayerische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft (bayern-kreativ.de) und die Bundesregierung einen Überblick über Möglichkeiten weiterer (finanzieller) Unterstützung.

Welche förderrechtlichen Konsequenzen entstehen im Zuge der Corona-Pandemie für Zuwendungsempfänger des bayerischen Kunstministeriums?

  • Wenn der laufende Förderzweck (Betrieb einer Kultureinrichtung wie z.B. Theater oder Sing- und Musikschulen) aufgrund der Corona-Pandemie vorübergehend (wegen temporäre Schließung etc.) nicht erreicht wird:    

Für die Zeit der vorübergehenden Nichterreichung des Zuwendungszwecks aufgrund der Corona-Pandemie werden nicht zu vermeidende Ausgaben (insbesondere Fixkosten wie Personalausgaben, Miete etc.) als zuwendungsfähig anerkannt und Mindereinnahmen in den laufenden Förderverfahren berücksichtigt. Auch Ausgaben, die erst durch Schadensminderungsmaßnahmen entstanden sind (z.B. Kosten für die Stornierung einer als zuwendungsfähig anerkannten Anmietung eines Veranstaltungsraums), können berücksichtigt werden. Der Zuwendungsempfänger ist angehalten, die in diesem Zeitraum anfallenden Ausgaben so gering wie möglich zu halten.

  • Wenn das beantragte Projekt (Veranstaltung, Festival etc.) aufgrund der Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden kann:                    

Der Zuwendungszweck wird auch erreicht, wenn das Projekt in geänderter Form – etwa unter Nutzung von virtuellen und digitalen Möglichkeiten – in einem kleineren Format oder zu einem anderen Zeitpunkt im Jahr 2020 durchgeführt wird. Auch Ausgaben, die erst durch Schadensminderungsmaßnahmen entstanden sind (z.B. Kosten für die Stornierung einer als zuwendungsfähig anerkannten Anmietung eines Veranstaltungsraums), können berücksichtigt werden. Lediglich Ausgaben, die nicht für die Neuansetzung der Veranstaltung verwendet werden können, sind nicht zuwendungsfähig (bspw. Kosten für Werbeanzeigen).

Wenn der Zuwendungszweck  wegen Ausfall des Projekts nicht erreicht werden kann, können beantragte Projektförderungen leider nicht bewilligt werden. Auch wenn bereits ein Bewilligungsbescheid erlassen wurde, können keine Auszahlungen mehr erfolgen, selbst wenn bereits Ausgaben geleistet wurden. Wenn Zuwendungsempfänger im Vorfeld der Pandemie bereits Fördermittel aufgrund eines Bewilligungsbescheids erhalten haben, werden diese jedoch ausnahmsweise nicht zurückgefordert,  wenn die Fördermittel bereits zweckmäßig verwendet wurden.

Sofern dem Zuwendungsempfänger durch die Nichtbewilligung eine besondere existentielle Härte widerfährt, kann im Einzelfall eine einmalige institutionelle Förderung gewährt werden. Die Förderung kann maximal in Höhe der ausbleibenden Projektförderung erfolgen. Ein vollständiger Nachteilsausgleich ist nicht möglich. Die Zuwendungsempfänger haben sich aktiv um eine Minimierung der Ausgaben zu bemühen.

Da bei kommunalen Antragstellern eine institutionelle Förderung grundsätzlich nicht möglich ist, ist bei Vorliegen einzelfallbezogener besonderer Härten eine Verschiebung des Projekts in das Jahr 2021 und eine Anpassung des Bewilligungszeitraums denkbar. Hierzu sollte unverzüglich Kontakt mit der Bewilligungsbehörde aufgenommen und die besondere Härte dargelegt werden.

Wie wirkt sich Kurzarbeit auf die staatliche Kulturförderung durch das Kunstministerium aus?

Zur Entlastung der durch das Corona-Virus ausgelösten prekären wirtschaftlichen Lage vieler Förderempfänger im Kulturbereich sollten diese auch die Möglichkeit einer Beantragung von Kurzarbeitergeld bei der Bundesagentur für Arbeit nutzen, sofern die Antragsvoraussetzungen hierfür vorliegen.

Dies hängt maßgeblich vom erfolgreichen Abschluss einer Betriebsvereinbarung bzw. der Zustimmung der Belegschaft ab. Das bayerische Kunstministerium wertet es dabei nicht als förderschädlich, wenn von ihm geförderte Kultureinrichtungen das Kurzarbeitergeld auf bis zu 100% des Nettogehalts aufstocken. Entsprechende Leistungen werden als zuwendungsfähig anerkannt, soweit eine Förderung der Personalausgaben erfolgt.

Das Kurzarbeitergeld wird frühestens ab dem Kalendermonat gezahlt, in dem die Anzeige über den Arbeitsausfall bei der zuständigen Bundesagentur für Arbeit eingegangen ist. Zur weiteren Bearbeitung Ihrer Anzeige benötigt die Bundesagentur für Arbeit bereits bei der Anzeige die Einverständniserklärung der Mitarbeiter/innen zur Kurzarbeit bzw. - in Fällen mit Betriebsrat - die hierzu abgeschlossene Betriebsvereinbarung.

FAQ: Theater-, Konzert- und weiterer kultureller Betrieb

Was ist beim Besuch von Bibliotheken und Archive zu beachten?

Bibliotheken und Archive stehen Besucherinnen und Besuchern offen (vgl. 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 01.09.2021). Basis für die Öffnung ist das 3G-Prinzip, wonach der Zugang im Gebietsbereich einer Kreisverwaltungsbehörde mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 35 nur für Geimpfte, Genesene und Getestete möglich ist. Die Bibliotheken und Archive sind zur Überprüfung der vorzulegenden Impf-, Genesenen- oder Testnachweise verpflichtet.

Es gilt grundsätzlich die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske („OP-Maske“). Dies gilt nicht am festen Sitz-, Steh- oder Arbeitsplatz, soweit zuverlässig ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen gewahrt wird sowie für das Personal, soweit in Kassen- und Thekenbereichen durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist.

Es ist ein individuelles Infektionsschutzkonzeptkonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.​

Bitte wenden Sie sich bei Einzelfragen zu staatlichen und öffentlichen Bibliotheken und Archiven unmittelbar an die jeweilige Bibliothek beziehungsweise das jeweilige Archiv.

 

 

Welche Vorgaben gelten für Musikschulen und für die Erteilung von Musikunterricht?

Es gilt das 3G-Prinzip, wonach der Zugang zu außerschulischem Musikunterricht im Gebietsbereich einer Kreisverwaltungsbehörde mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 35 nur für Geimpfte, Genesene und Getestete möglich ist. Die Veranstalter/Verantwortlichen sind zur Überprüfung der vorzulegenden Impf-, Genesenen- oder Testnachweise verpflichtet. Getesteten Personen stehen gleich:

  • Kinder bis zum sechsten Geburtstag
  • Schülerinnen und Schüler, die regelmäßigen Testungen im Rahmen des Schulbesuchs unterliegen
  • noch nicht eingeschulte Kinder

 

In Gebäuden und geschlossenen Räumen gilt grundsätzlich die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske („OP-Maske“). Die Maskenpflicht gilt nicht am festen Sitz-/Stehplatz, soweit zuverlässig ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen gewahrt wird, die nicht dem eigenen Hausstand angehören. Die Maskenpflicht entfällt auch bei zwingenden Gründen, beispielsweise im Hinblick auf Musizieren oder andere künstlerische Betätigungen. Von der Maskenpflicht sind auch Kinder bis zum sechsten Geburtstag befreit.

Es ist jeweils ein individuelles Infektionsschutzkonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

Grundsätzlich bleibt der Appell zur Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 m, wo immer möglich, bestehen.

Welche Regeln gelten für Museen, Ausstellungen und vergleichbare Kulturstätten?

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Objekte der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen und vergleichbare Kulturstätten sowie zoologische und botanische Gärten unterliegen dem 3G-Prinzip, wonach der Zugang im Gebietsbereich einer Kreisverwaltungsbehörde mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 35 nur für Geimpfte, Genesene und Getestete möglich ist. Die Betreiber sind zur Überprüfung der vorzulegenden Impf-, Genesenen- oder Testnachweise verpflichtet.

Es gilt grundsätzlich die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske („OP-Maske“). Darüber hinaus sind die Kontaktdaten der Besucher zu erheben und ein individuelles Infektionsschutzkonzept auszuarbeiten. Dieses ist auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

Weitere Informationen unter "Unter welchen Voraussetzungen dürfen kulturelle Veranstaltungen stattfinden?"

Unter welchen Voraussetzungen dürfen kulturelle Veranstaltungen stattfinden?

Grundsätzlich gilt das 3G-Prinzip, wonach der Zugang zu kulturellen Veranstaltungen im Gebietsbereich einer Kreisverwaltungsbehörde mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 35 nur für Geimpfte, Genesene und Getestete möglich ist, sofern der Veranstalter nicht von den u. g. Wahlmöglichkeiten Gebrauch macht.(vgl. 2 G/3 G plus-Möglichkeiten, s.u.). Die Veranstalter bzw. Betreiber sind zur Überprüfung der vorzulegenden Impf-, Genesenen- oder Testnachweise verpflichtet.

In Gebäuden und geschlossenen Räumen gilt grundsätzlich die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske („OP-Maske“). Die Maskenpflicht gilt nicht am festen Sitz-/Stehplatz, soweit zuverlässig ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen gewahrt wird, die nicht dem eigenen Hausstand angehören. Veranstalter bzw. Betreiber kultureller Einrichtungen haben ein Wahlrecht, ob ein Mindestabstand von 1,5 m unter Wegfall der Maskenpflicht am Platz eingehalten oder bei Maskenpflicht am Platz auf Mindestabstände verzichtet wird.

Unter freiem Himmel gibt es grundsätzlich keine Maskenpflicht. Ausgenommen sind lediglich die Eingangs- und Begegnungsbereiche bei größeren Veranstaltungen (ab 1.000 Personen), weil gerade dort bei einer solch hohen Personenanzahl von einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgegangen werden muss. Die Maskenpflicht ist grundsätzlich nicht einzuhalten, soweit dies zu einer Beeinträchtigung der künstlerischen Betätigung oder Darbietung führen würde bzw. mit dieser nicht vereinbar ist.

Der Veranstalter hat die Kontaktdaten der Besucher zu erheben und ein individuelles Infektionsschutzkonzept zu erarbeiten sowie dieses auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

Für größere Veranstaltungen gilt grundsätzlich, soweit der Veranstalter nicht von den u.g. Wahlmöglichkeiten Gebrauch macht (Ausnahme: 2G/3G plus, s.u.):

  • Es dürfen gleichzeitig höchstens 25.000 Personen zugelassen werden.
  • In Gebäuden, geschlossenen Räumlichkeiten, Stadien oder anderweitig kapazitätsbeschränkten Stätten darf unbeschadet der Höchstzahl von 25.000 Personen die Besucherkapazität bis einschließlich 5.000 Personen zu 100 % der Kapazität sowie für den 5 .000 Personen überschreitenden Teil zu höchstens 50 % der weiteren Kapazität genutzt werden.
  • Der Veranstalter ist verpflichtet, die Einhaltung der Bestimmungen zur Maskenpflicht sicherzustellen.

Für Kulturveranstaltungen mit mehr als 1 .000 Personen gilt außerdem (Ausnahme: 2G/3G plus, s.u.):

  • Eintrittskarten dürfen nur personalisiert verkauft werden.
  • Verkauf, Ausschank und Konsum alkoholischer Getränke ist untersagt.
  • Offensichtlich alkoholisierten Personen darf der Zutritt nicht gewährt werden.
  • Der Veranstalter hat das nötige Infektionsschutzkonzept der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorab und unverlangt vorzulegen.
  • Das 3G-Prinzip, wonach der Zugang nur für Geimpfte, Genesene und Getestete möglich ist, gilt inzidenzunabhängig.

Auf freiwilliger Basis können für kulturelle Veranstaltungen auch folgende Zugangsvoraussetzungen vorgesehen werden:

1. Freiwilliges 2G:

Für kulturelle Veranstaltungen, bei denen Zugangsbeschränkungen bestehen oder bei entsprechender 7-Tage-Inzidenz bestehen können, kann freiwillig vorgesehen werden, dass der Zugang nur Gästen, Nutzern bzw. Besuchern gewährt wird, die vollständig geimpft oder genesen sind oder das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben (freiwilliges 2G).

2. ​Freiwilliges 3G plus:

Ferner kann für kulturelle Veranstaltungen der Zutritt neben geimpften und genesenen Gästen, Nutzern und Besuchern, Schülerinnen und Schülern jenseits des zwölften Lebensjahres sowie solchen Gästen, Besuchern und Nutzern, die einen gültigen PCR-Test vorlegen, gewährt werden. Ein Nachweis durch Antigen-Schnelltest wird nicht anerkannt.

Für 2G und 3G plus gilt:

Auf die Zugangsbeschränkung, die vorab der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde anzuzeigen ist, muss deutlich hingewiesen werden. Ferner muss durch wirksame Zugangskontrollen samt Identitätsfeststellung in Bezug auf jede Einzelperson sichergestellt werden, dass Zugang nur für Geimpfte oder Genesene oder Kinder vor Vollendung des 12. Lebensjahres besteht. Personen, die sich nachweislich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, kann bei Vorlage eines gültigen PCR-Tests bei 2G ausnahmsweise Zutritt gewährt werden.

Die Maskenpflicht entfällt generell, ebenso die Beschränkung der Besucherzahl. Der Ausschank alkoholischer Getränke ist unabhängig von der Besucherzahl zulässig.

 

Das Rahmenkonzept für kulturelle Veranstaltungen vom 14. September 2021 kann hier  sowie bei den untenstehenden Links/Downloads eingesehen werden. 

Das Rahmenkonzept für kulturelle Veranstaltungen vom 14.September 2021 wird derzeit überarbeitet. Soweit die Änderungsverordnung zur BayIfSMV vom 05.10.2021 nicht entgegenstehende bzw. weiterreichende Regelungen enthält, gilt das Rahmenkonzept in der aktuell veröffentlichten Form fort.

Darüber hinaus sind u.U.– soweit einschlägig – die Vorgaben des Arbeitsschutzes zu beachten, insb. die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundes (SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung).

(Vgl. "Welche Regeln gelten für Museen, Ausstellungen und vergleichbare Kulturstätten?")

(Vgl. auch „Was gilt für den Probenbetrieb im kulturellen Bereich?“)

Was gilt für den Probenbetrieb im kulturellen Bereich?

Es gilt das 3G-Prinzip, wonach der Zugang zu Proben im Gebietsbereich einer Kreisverwaltungsbehörde mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 35 nur für Geimpfte, Genesene und Getestete möglich ist. Die Veranstalter/Verantwortlichen sind zur Überprüfung der vorzulegenden Impf-, Genesenen- oder Testnachweise verpflichtet.

In Gebäuden und geschlossenen Räumen gilt grundsätzlich die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske („OP-Maske“). Die Maskenpflicht gilt nicht am festen Sitz-/Stehplatz, soweit zuverlässig ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen gewahrt wird, die nicht dem eigenen Hausstand angehören. In Bezug auf Probenteilnehmer ist ein Mindestabstand grundsätzlich nicht einzuhalten, soweit dies zu einer Beeinträchtigung der künstlerischen Betätigung oder Darbietung führen würde bzw. mit dieser nicht vereinbar ist.

Bei größeren Chören und Musikensembles sowie in engen Räumen könnte es sich anbieten, freiwillig und in eigener Verantwortung das Schutzniveau vor einer Infektion durch Selbsttestung – auch der Geimpften und Genesenen – vor Proben oder Aufführungen zu erhöhen.

Die Verantwortlichen haben die Kontaktdaten der Probenteilnehmer zu erheben und ein individuelles Infektionsschutzkonzept zu erarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

Das Rahmenhygienekonzept für Proben in den Bereichen Laienmusik und Amateurtheater vom 13. September 2021, auf dessen Grundlage ein individuelles Infektionsschutzkonzept auszuarbeiten ist, kann hier eingesehen werden.

Grundsätzlich bleibt der Appell zur Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 m wo immer möglich bestehen.

Darüber hinaus sind - soweit einschlägig - die Vorgaben des Arbeitsschutzes zu beachten, insb. die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundes (SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung).

Werden die betroffenen staatlichen Kultureinrichtungen die bereits verkauften Tickets rückerstatten?

Wer für den Zeitraum der Schließungen ein Ticket für eine staatliche Kultureinrichtung gekauft hat, kann dieses an den entsprechenden Einrichtungen zurückgeben und erhält sein Geld zurück. Kunstminister Bernd Sibler hat sich dafür eingesetzt und sieht darin eine vertrauensbildende Maßnahme. Sie verdeutlicht den hohen Wert von Kunst und Kultur für den Freistaat.

Grundsätzliche und allgemeine Informationen zur COVID-19-Pandemie

Wo finde ich die aktuellen Regelungen nach der Vierzehnten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (14. BayIfSMV)?

Die aktuellen infektionsschutzrechtlichen Verordnungen in Bayern finden Sie im Bayerischen Ministerialblatt (BayMBl.), das auf der Verkündungsplattform Bayern – Veröffentlichungen im BayMBl. online abrufbar ist und auf Bayern.Recht (unter www.gesetze-bayern.de).

Gibt es eine Hotline?

Ja. Sie erreichen die Servicestelle der Bayerischen Staatsregierung unter 089 122 220.

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