Preisverleihung Alte Sprachen ermöglichen wertvolle Einblicke in die Vergangenheit

Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle (Mitte) mit den Preisträgerinnen und Preisträgern
Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle (Mitte) mit den Preisträgerinnen und Preisträgern

Gewinnerinnen und Gewinner aus Cham, Rosenheim und München: Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle hat die Sieger des "Landeswettbewerbs Alte Sprachen" für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet. Sie haben sich mit ihrem besonderen Sprachgefühl in diesem anspruchsvollen Wettbewerb durchgesetzt.

Minister Spaenle gratulierte den Schülerinnen und Schülern: „Durch drei intensive Wettbewerbsrunden hindurch habt ihr großes Engagement und Durchhaltevermögen gezeigt und euer herausragendes Können unter Beweis gestellt. Souverän, mit beeindruckenden Kenntnissen und besonderem Sprachgefühl habt ihr euch in diesem anspruchsvollen Wettbewerb durchgesetzt. Auf eure hervorragenden Leistungen könnt ihr stolz sein!“

Als Landessieger 2017 wurden ausgezeichnet:

  • Julian Bösl (Robert-Schuman-Gymnasium Cham)
  • Lea Hinterholzer (Ignaz-Günther-Gymnasium Rosenheim)
  • Hanna Schuster (Oskar-von-Miller-Gymnasium München)

Die Landessieger werden nun der Studienstiftung des Deutschen Volkes zur Aufnahme vorgeschlagen.

Als Teilnehmer der Finalrunde wurden ebenfalls ausgezeichnet:

  • Michaela Bartmann (Karlsgymnasium München)
  • Tobias Breu (Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium Schwandorf)
  • Patricia Kemeter (Ignaz-Günther-Gymnasium Rosenheim)
  • Julius Kretschmer (Wittelsbacher-Gymnasium München)
  • Samuel Rodrian (Albrecht-Ernst-Gymnasium Oettingen)
  • Felix Deutzmann (Joh.-Ph.-v.-Schönborn-Gymnasium Münnerstadt)
  • Regina Bühler (Reuchlin-Gymnasium Ingolstadt)

Hohe Resonanz

Bildungsminister Spaenle, selbst Absolvent eines bayerischen humanistischen Gymnasiums und promovierter Historiker, zeigte sich erfreut über die hohe Resonanz auf den Landeswettbewerb: „Auch in diesem Jahr haben sich wieder weit über 1.000 bayerische Schülerinnen und Schüler am ,Landeswettbewerb Alte Sprachen‘ beteiligt. Das ist ein anschauliches Dokument dafür, dass die alten Sprachen lebendig sind und nach wie vor eine große Faszination auf die jungen Menschen ausüben – auch weil sie uns mannigfaltige, wertvolle Einblicke in unsere kulturelle Vergangenheit ermöglichen.“

Der Minister betonte: „Als Schlüsselfächer europäischen Denkens und europäischer Kultur können wir Altgriechisch und Latein mit Fug und Recht bezeichnen. Unseren Schülerinnen und Schülern erschließt sich das geistige und kulturelle Profil der Welt, in der wir leben, bei der Lektüre von antiken Originaltexten in besonderer Weise. Ich bin überzeugt davon, dass es den jungen Menschen auch in unseren Tagen Orientierung geben kann, sich mit den Wurzeln der europäischen Kultur und Zivilisation auseinanderzusetzen und sie kennen und verstehen zu lernen.“

Anspruchsvolle Aufgaben

Am „Landeswettbewerb Alte Sprachen“ können Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die in Jahrgangsstufe 11 einen Kurs oder ein Seminar in Latein oder Griechisch belegen. In der ersten Runde stellten die über 1.000 Teilnehmer ihre vertieften Sprachkenntnisse und ihre sprachliche Kreativität an lateinischen bzw. griechischen Übersetzungstexten und herausfordernden Aufgaben unter Beweis.

Die 50 Besten traten dann in der zweiten Runde zu einer anspruchsvollen Interpretationsklausur an. Im Fach Latein war ein Auszug aus Senecas „De ira“, einer philosophischen Abhandlung über den Zorn, zu interpretieren. In einer kreativen Zusatzaufgabe zeigten die Wettbewerbsteilnehmer ihre philosophischen Kenntnisse und nahmen in einem Leserbrief aus philosophischer Sicht zu dem Artikel „Schrei, wenn Du kannst“ der österreichischen Psychiaterin Heidi Kastner Stellung. Im Fach Griechisch interpretierten die Schülerinnen und Schüler eine Passage aus Lukians Werk „Charon oder die Betrachtung der Welt“ und erörterten anschließend in einem fiktiven Interview mit Sokrates die Frage „Was ist ein glückliches und gutes Leben?“.

In der abschließenden dritten Runde wurden die besten zehn Kandidatinnen und Kandidaten zu einem Kolloquium ins Bayerische Kultusministerium eingeladen. Dort beeindruckten sie das Prüfungsgremium durch ihr breites Wissen und ihre selbstständige Auseinandersetzung mit antiken Themen.

Auszeichnung der Sieger im „Landeswettbewerb Alte Sprachen“ am 26. Juni 2017 in München

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