Donau-Limes Weiterer Schritt in Richtung Welterbe-Status getan

Staatssekretär Bernd Sibler (3.v.l.) zusammen mit MdB Thomas Erndl, der Museumsleiterin Quintana in Künzing Dr. Eva Bayer-Niemeier, dem Vorsitzenden der Deutschen Limes-Kommission Prof. Dr. C. Sebastian Sommer, dem Kulturreferent von Regensburg Clemens Unger, dem Dritten Bürgermeister von Kelheim Theo Schabmüller, dem Kulturreferent und Heimatpfleger von Neustadt/ Donau Eduard Albrecht, dem Ersten Bürgermeister von Künzing Bernhard Feuerecker sowie dem Museumsleiter des Gäubodenmuseums Straubing Prof. Dr. Günther Moosbauer (v.l.n.r.)
Staatssekretär Bernd Sibler (3.v.l.) zusammen mit MdB Thomas Erndl, der Museumsleiterin Quintana in Künzing Dr. Eva Bayer-Niemeier, dem Vorsitzenden der Deutschen Limes-Kommission Prof. Dr. C. Sebastian Sommer, dem Kulturreferent von Regensburg Clemens Unger, dem Dritten Bürgermeister von Kelheim Theo Schabmüller, dem Kulturreferent und Heimatpfleger von Neustadt/ Donau Eduard Albrecht, dem Ersten Bürgermeister von Künzing Bernhard Feuerecker sowie dem Museumsleiter des Gäubodenmuseums Straubing Prof. Dr. Günther Moosbauer (v.l.n.r.)

Fristgerecht und 2.300 Seiten stark: So wurde der Antrag auf Nominierung des länderübergreifenden Donau-Limes als UNESCO-Welterbe bei der UNESCO in Paris eingereicht: Damit ergreift Deutschland bzw. Bayern gemeinsam mit Österreich, der Slowakei und Ungarn die besondere Chance, eine international angesehene und begehrte Auszeichnung für die Donau-Region zu gewinnen.

Anlässlich der Nominierung des Donau-Limes als UNESCO-Welterbestätte fand in Künzing ein Pressegespräch mit Staatssekretär Bernd Sibler gemeinsam mit den beteiligten Kommunen (Regensburg, Straubing, Passau, Neustadt/Donau, Künzing und Kelheim) sowie Prof. Dr. C. Sebastian Sommer vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege statt. Anschließend besuchten die Beteiligten eine Teilrekonstruktion des Künzinger Amphitheaters.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Zukunft des Donau-Limes als mögliches UNESCO-Welterbe: Verlauf und Einordnung der nominierten länderübergreifenden Welterbestätte „Grenzen des Römischen Reiches – Donaulimes“, die Beteiligung aus der Sicht der Kommunen, Ausblick auf das weitere Verfahren sowie Zukunftspläne.

Staatssekretär Bernd Sibler
Staatssekretär Bernd Sibler

Fristgerecht zum 1. Februar 2018 wurde der über 2.300 Seiten starke Antrag auf Nominierung des länderübergreifenden Donau-Limes als UNESCO-Welterbe bei der UNESCO in Paris eingereicht. „Damit ist auch für den Donau-Limes in Bayern ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Welterbe-Status getan, denn gemeinsam mit Österreich, der Slowakei und Ungarn streben wir die Einschreibung in die UNESCO-Welterbe-Liste an“, erklärt Staatssekretär Bernd Sibler zum Antrag.

„Für mich liegt in der Bewerbung um den UNESCO-Welterbe-Status eine besondere Chance, eine international angesehene und begehrte Auszeichnung für die Donau-Region zu gewinnen. Der Donau-Limes wäre bei einer erfolgreichen Nominierung die erste Welterbestätte, deren deutscher Teil überwiegend in Niederbayern liegt. Angesichts der überaus reichen Geschichte Niederbayerns ist mir die Eintragung ein besonderes Anliegen.“

Im Museum Quintana in Künzing trafen sich Staatssekretär Bernd Sibler (4.v.l.) mit MdB Thomas Erndl (1.v.r.), Vertretern der beteiligten Kommunen und Prof. Dr. C. Sebastian Sommer vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (4.v.r.)
Im Museum Quintana in Künzing trafen sich Staatssekretär Bernd Sibler (4.v.l.) mit MdB Thomas Erndl (1.v.r.), Vertretern der beteiligten Kommunen und Prof. Dr. C. Sebastian Sommer vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (4.v.r.)

Um die Erweiterung der transnationalen Welterbestätte „Grenzen des römischen Reichs“ bewerben sich Deutschland bzw. Bayern, Österreich, Slowakei und Ungarn gemeinsam. In den kommenden Monaten wird der Antrag im Welterbezentrum in Paris und durch das „International Council of Monuments and Sites“ als Gutachtervereinigung inhaltlich geprüft. Mit einer Entscheidung, ob der Donau-Limes als UNESCO-Welterbe anerkannt wird, kann im nächsten Jahr gerechnet werden.

Der zur Eintragung vorgelegte Abschnitt des Donau-Limes erstreckt sich in Bayern von Eining im Landkreis Kelheim über Regensburg und Straubing bis nach Passau und führt dann weiter über Österreich und die Slowakei bis nach Ungarn.

Enge Kooperation mit Österreich

Die erfolgreich abgeschlossene, gemeinsame Bewerbung um den Welterbe-Status war auch Gegenstand eines intensiven Austauschgesprächs mit dem oberösterreichischen Landeshauptmann Thomas Stelzer, den Staatssekretär Sibler in Linz getroffen hat. „Bayern und Österreich arbeiten seit Langem gemeinsam erfolgreich an Zukunftsthemen aus Wissenschaft und Kultur. Daher freue ich mich sehr, dass wir konkrete Themen im oberösterreichisch-niederbayerischen Grenzraum besprechen konnten. Ein besonderes Anliegen ist es mir, gemeinsam Strukturpolitik zu betreiben, um den ländlichen Raum zu stärken.“ Themen waren neben dem Donau-Limes Kooperationen im Hochschulbereich, in der Medizinforschung und dem Rettungswesen sowie in Kunst und Kultur.

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